Herausforderung Diabetes: Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Mit der Diagnose Diabetes ändert sich vieles im Leben – vielen Betroffenen fällt es schwer, neue Verhaltensregeln umzusetzen. Eine Hilfestellung bieten Diabetiker-Schulungen. Welche Neuerungen wird es dabei in den nächsten Jahren geben? Professor Bernhard Kulzer zeigte in seinem Vortrag „Akzeptanz für Patienteninformation und Schulungsprogramme heute und in der Zukunft“ einige bedeutende Trends auf.

Die Diabetes-Schulung in Deutschland blickt auf eine in manchen Bereichen bis zu 50 Jahre alte Entwicklungsgeschichte zurück und stellt einen wichtigen Pfeiler der Diabetes-Therapie dar.

Heutzutage geht die Entwicklung immer mehr in Richtung Coaching, das heißt, das Augenmerk wird mehr auf Interaktion, im Sinne einer Begleitung des Patienten und Hilfe bei der Umsetzung seiner Ziele, gelegt. Durch eine systematische, algorithmengesteuerte Analyse der Therapie kann zudem das Empowerment des Patienten gesteigert werden, da er über einen exakteren Einblick in seine persönlichen Daten auch zwangsläufig mehr Mitspracherecht erhält – was wiederum die Wichtigkeit von digital literacy betont. Im Vordergrund steht dabei nicht nur Wissen, sondern vor allem die Vermittlung von Problemlösungskompetenzen.

Es ist zukünftig also eine Veränderung des Kontextes der Diabetes-Schulung anzunehmen. Der Patient hat mehr Mitspracheoptionen (sofern er sie nutzt!), zum Beispiel einen besseren Einblick durch digitale Lösungen in seine eigenen Daten. Professor Bernhard Kulzer sieht für die Zukunft eine Plattform, die unterschiedliche Patientendaten sammeln und integrieren kann und mit Patient-Decision-Support-Programmen verbunden ist, die spezifisch auf den Alltag des Patienten eingehen können (zum Beispiel welche Sportart der Patient ausübt).

Aber eins steht fest: Bewährte Strukturen sollte man nicht über den Haufen werfen und Schulungen beispielsweise nicht durch reine digitale Anwendungen ersetzen. Digitale Anwendungen wie Apps stellen zukünftig eine große Chance dar, sofern sie schulungsbegleitend und schulungsunterstützend eingesetzt werden.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Schulungsprogramme in den nächsten Jahren? Teilen Sie es uns gerne über die Kommentarfunktion mit!

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