Große Aufgabe für einen kleinen Körper

Messen
Spritzen
Nicht zu viel Süßes essen
Nochmal messen
Nachspritzen

Bär mit Pillen

Quelle: Fotolia/Claireliz

Rund 25.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an Typ-1-Diabetes und führen ein Leben an der Spritze. Anders als ihre Altersgenossen dürfen Sie beim Kindergeburtstag nicht unbesorgt zu Saft und Kuchen greifen. Ständig müssen sie darauf achten, dass der Blutzucker nicht zu hoch ansteigt – oder zu stark sinkt. Das bedeutet: immer gut auf die Ernährung achten – eine Herausforderung, an der schon viele Erwachsene scheitern – und regelmäßig Insulin spritzen.

Typ-1-Diabetes verlangt gerade den jüngsten Zuckerkranken einiges an Eigenverantwortung und Disziplin ab. Kleinkindern kann man kaum erklären, wofür das ganze Spritzen gut ist. Damit Kinder und Eltern lernen, mit ihrer Krankheit umzugehen, sollte der Diabetologe sie nicht nur ausführlich beraten, sondern am besten auch ein Schulungsprogramm empfehlen. Gemeinsam mit anderen Betroffenen können die kleinen Patienten herausfinden, wie sie die Herausforderungen des alltäglichen Lebens meistern. Wie viel und was darf das Kinder essen? Wie verhält es sich mit Mahlzeiten außer Haus, Kinobesuchen mit Popcorn, Sport und Spielen? Und vor allem: wie schafft man es bei dem ganzen Messen und Spritzen immer noch Spaß zu haben?

Viele Kliniken und Krankenkassen bieten Diabetes-Schulungen für Kinder an. Wichtig ist, dass das Schulungsangebot auf das Alter des Kindes zugeschnitten ist. Grundsätzlich macht eine Schulung Sinn, sobald das Kind eigenständig Blutzucker messen oder Insulin spritzen möchte. Manche Kinder fangen bereits mit 6 Jahren damit an, andere erst mit 9 oder 10. Wichtig ist, dass das Kind auf jeden Fall weiß, was im Notfall zu tun ist, zum Beispiel, bei Hyperglykämie.13

2 Gedanken zu “Große Aufgabe für einen kleinen Körper

  1. Hallo,
    ich kann den „Kids-Kurs“ unter der Leitung von Dr. Karsten Milek wärmstens empfehlen! In den Sommerferien können hier Kinder von 6-16 Jahren zwei Wochen lang in Ferienlageratmosphäre viel über ihren Diabetes lernen – mit und von vielen anderen jungen Diabetikern.
    Die Schulungen werden auf die verschiedenen Altersgruppen abgestimmt und meist gleich im „Praxistest“, etwa bei Sportwettkämpfen, Ausflügen und zahlreichen Freizeitaktivitäten umgesetzt.
    Meiner Erfahrung nach geht das Konzept voll auf, schon weil es sehr helfen kann zu erleben, kein „Sonderling“ zu sein sondern einer von vielen, denen es gut geht!
    Infos gibt es unter http://www.kids-kurs.info

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