Gestationsdiabetes – auch ein Thema des Nachwuchstages

Auch im Nachwuchsprogramm des Kongresses wurde dieses Jahr der Gestationsdiabetes mellitus (GDM) gewürdigt, was aufgrund der in den letzten Jahren stetig steigenden Prävalenz gut begründet ist. Im Jahr 2017 wurde bei fast 6 Prozent der Schwangeren ein GDM diagnostiziert. Hierbei meist bei Risikopatienten, vor allem mit einem BMI von mehr als 30 kg/m2 oder einem GDM bei einer früheren Schwangerschaft.

Das tolle an dem GDM ist, das durch Aufklärung, Bewegung und Ernährung nur 20 bis 30 Prozent der Patienten eine Insulintherapie brauchen. Der GDM wird heutzutage meist durch ein Screening erkannt und somit auch rechtzeitig behandelt. Falls das nicht so ist, treten wegen ständiger Hyperglykämie teilweise schwerwiegende Folgen auf. Für das Kind ist das unter anderem die Makrosomie. Hierbei stellt sich die Frage, ob das Körpergewicht der Kinder lebenslang negativ durch die Stoffwechselsituation der Mutter während der Schwangerschaft beeinflusst wird. Hierzu wurden über aktuelle Forschungsergebnisse von Experimenten mit Mäusen berichtet. Diese zeigten, dass das Gewicht des Vaters eine größere Auswirkung auf das Körpergewicht der Kinder hat als ein hohes mütterliches Gewicht zum Zeitpunkt der Zeugung. (Die Muttertiere hatten hier ein erhöhtes Körpergewicht, allerdings keinen Diabetes.)

Diese Ergebnisse finde ich sehr interessant, da wieder einmal eine Korrelation zwischen genetischer Prädisposition und dem Körpergewicht gezeigt wurde. Zudem ist der größere väterliche Einfluß natürlich erstaunlich.

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