Fanta Vier als Therapie

Bei der Herbsttagung der Deutschen Diabetologischen Gesellschaft DDG besuchte ich einen Vortrag zu „Diabetes und Herz“. Da mir bisher im Studium vor allem die mikrovaskulären Veränderungen durch Diabetes bekannt waren, erwartete ich demnach auch einen Vortrag über primär ischämische Ereignisse im Zusammenhang mit Diabetes – also das erhöhte Risiko einen Herzinfarkt oder auch einen Schlaganfall zu erleiden.

Zu meinem Erstaunen haben Menschen mit Diabetes jedoch auch ein vier-bis fünffach erhöhtes Risiko, an einer Herzinsuffizienz zu erkranken. Kommt es zu einer Herzinsuffizienz, ist bei Erkrankten auch die Mortalität erhöht (im Vergleich zu herzinsuffizienten Patientinnen und Patienten ohne Diabetes).

Diskutiert wurden im Rahmen des Vortrags auch die Möglichkeit und/oder Notwendigkeit eines Screenings mithilfe von NT-proBNP bei Menschen mit Diabetes, um eine möglichst frühe medikamentöse Intervention zu gewährleisten – eine Maßnahme, die angesichts der oben genannten Zahlen sehr sinnvoll erscheint. NT-proBNP hat eine hohe prognostische Bedeutung bei der Herzinsuffizienz. Die medikamentöse Behandlung besteht bei Diabeteserkrankten mit Herzinsuffizienz insbesondere aus vier Medikamenten (ARNI, beta-Blocker, MRA, SGLT2-i), welche daher auch mit einem Augenzwinkern als die „Fantastic Four“ bezeichnet werden.

Insgesamt gab es noch deutlich mehr spannende und neue Einblicke in die Diabetologie, und ich habe mich sehr gefreut, die Möglichkeit erhalten zu haben, bei der Herbsttagung teilnehmen und viele Eindrücke sammeln zu dürfen.

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