Experten stehen bei der 1. Kongress-Pressekonferenz Frage und Antwort

Heute fand die erste Kongress-Pressekonferenz der DDG anlässlich des Diabetes Kongresses 2017 in Hamburg statt. Die Pressekonferenz stand unter dem Motto „Die Zukunft der Versorgung“.


Eines der Themen: Digitalisierung in der Diabetestherapie. Professor Lutz Heinemann, Vorsitzender der AG Diabetes und Technologie der DDG, und Manuel Ickrath, Sprecher der Task Force Digitalisierung in der Deutschen Diabetes Gesellschaft, betonten, dass digitale Anwendungen wie Big Data, Apps oder Telemedizin die Medizin in den kommenden Jahren grundlegend verändern werden. Eine flächendeckende Versorgung von hoher diabetologischer Qualität, Flexibilität, größere Freiheit und eine Stärkung der „Sprechenden Medizin“ – das alles sind Chancen, die sich dank der Digitalisierung für Patienten ergeben können.

Kongresspräsident Professor Dirk Müller-Wieland und Professor Petra-Maria Schumm-Draeger, 1. Stellvertretende Vorsitzende der DGIM, diskutierten hingegen die Ökonomisierung in der Medizin. Sie kritisierten, dass die Klinik in vielen Bereichen zum Wirtschaftsunternehmen geworden sei und vor allem Gewinne erzielen solle. Das ärztliche Personal gerät dadurch verstärkt in den untragbaren Konflikt, zwischen medizinethischen Qualitätsstandards, dem Patientenwohl und der wirtschaftlich besten Lösung für das Krankenhaus entscheiden zu müssen. Steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund, geht dies vor allem zu Lasten der internistischen Fachdisziplinen wie Diabetologie oder Endokrinologie, deren hoher Anteil an sprechender Medizin weniger stark vergütet wird als technische Leistungen oder chirurgische Eingriffe.

Morgen findet eine weitere Kongress-Pressekonferenz der DDG in Hamburg statt, die unter dem Motto „Forschung, Innovationen und Klinik“ stehen wird.

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