Ernährungs-Update

Als ich im Oktober davon erfuhr, dass ich dieses Jahr die Herbsttagung der Diabetologen in Mannheim besuchen darf, war ich sehr erfreut und buchte sofort meine Zugverbindung. 

Am Freitag in der Frühe ging es für mich in Bautzen los, um dann endlich kurz vor dem Mittag in Mannheim anzukommen. Nachdem ich zunächst kurz entspannt und mich am leckeren Büffet für die Stipendiaten gestärkt hatte, durfte ich gleich am ersten Tagungstag einem sehr interessanten Vortrag „Lebensstiländerungen zur Therapie der arteriellen Hypertonie: Vom Vorsatz zur Tat“ beiwohnen.

Anfangs war ich mir nicht ganz sicher, ob ich den ganzen Vortrag in diesem kleinen, warmen und stickigen Raum durchhalten werde, aber aufgrund der Brisanz des Themas, der Vortragsweise der Dozenten und auch deren Eloquenz blieb ich bis zum Schluss. Und es hat sich wirklich gelohnt.

Frau Dipl. Psych. Clever eröffnete den dreiteiligen Vortrag mit ihrem Thema „Motivierende Gesprächsführung“. Im Medizinstudium wird diesem Thema leider keine besonders große Wichtigkeit beigemessen, sodass es für mich sehr spannend war, mich dahingehend weiterzubilden. Als Essenz habe ich mir mitgenommen, dass Patienten immer Gründe für ihr Verhalten haben, die es sensibel und empathisch zu erfragen und erforschen gilt.

Danach folgte der zweite Teil des Vortrags „Bestandsaufnahme Adhärenz bei Hypertonie“ von Herrn Prof. Dr. med. Koziolek. Als Einstieg ins Thema wählte der Dozent ein Fallbeispiel, welches immer mal wieder aufgegriffen wurde. Zusammenfassend wurde dargestellt, dass Non-Adhärenz wohl ziemlich häufig bei Patienten mit arterieller Hypertonie, hypertensiver Krise und therapierefraktärer Hypertonie auftritt, dies im Verlauf der Therapie zunimmt und natürlich eine prognostische Bedeutung für die Patienten hat.

Wussten Sie, dass der Blutdruck während eines Krafttrainings auf Werte bis zu 480/ 350 mmHg ansteigen kann? Um ehrlich zu sein, hatte ich darüber noch nie nachgedacht und war sehr erstaunt, dass dies möglich ist. Durch Herrn Ketelhut wurde dieser Programmpunkt mit „Blutdruck in Bewegung – Update 2017“ geschlossen. Regelmäßige Partizipation an sportlichen Aktivitäten, besonders in jungem Alter, hat einen protektiven Effekt auf die Manifestation einer arteriellen Hypertonie. Aber auch bei milder Hypertonie kann durch körperliche Betätigung eine langfristige Blutdrucksenkung erwirkt werden. Des Weiteren kann es durch Sport durchaus auch zur Einsparung von bis zu zwei antihypertensiven Medikamenten kommen. Dies war mir so gar nicht bewusst.

Für mich war es ein sehr spannender Vortrag mit so vielen verschiedenen Aspekten, die mein Interesse an diesem Thema geweckt haben.

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