Ernährung – von Irrtümern und Fallstricken in der Diabetes-Therapie

Die Optimierung der Ernährung ist ein wichtiger Baustein in der Diabetes-Therapie. Aus diesem Grund war Ernährung auch ein vielfach diskutiertes Thema auf der Diabetes-Herbsttagung:
In der Sitzung „Ernährungs-Updates I“ räumte Frau Professor Dr. Zopf in ihrem Vortrag „Nahrungsergänzungsmittel und Superfoods“ mit Irrtümern auf und stellte wichtige Interferenzen zwischen Diabetes-Therapie und dem Nähr- und Vitaminhaushalt der Diabetes-Patienten dar. 

Frau Dr. Zopf betont, dass für eine gesunde Ernährung keine aus dem Ausland stammenden sogenannten Super-Foods notwendig sind. Einheimische Alternativen seien genauso „super“ und dabei kostengünstiger – dadurch könnten Patienten zudem einfacher davon überzeugt werden, diese Lebensmittel in ihren Alltag zu integrieren. Es können z.B. Leinsamen statt Chia-Samen oder Haferflocken statt Quinoa Verwendung finden.
Des weiteren stellte Frau Professor Dr. Zopf dar, wie wichtig es ist, den Nährstoff- und Vitamin-Haushalt von Diabetes-Patienten im Blick zu behalten. Beispielsweise erhöht ein Mangel des Spurenelements Magnesium bei Typ-2-Diabetikern die Insulinresistenz. Studienergebnisse zeigen, dass durch die Supplementation von Magnesium die Insulinsensitivität und die metabolische Kontrolle verbessert werden. Wichtig sei es ebenfalls, den Vitamin B12-Spiegel von Patienten unter Metformin-Behandlung zu kontrollieren, da Metformin die Resorption und Verwertung des Vitamins beeinflusst. Neben einem Vitamin-B12-Mangel sind Typ-2-Diabetiker aber auch gefährdet, einen Vitamin B1- und Vitamin B6-Mangel zu erlangen.
Da Vitamin B12, B1 oder B6 als wichtige Coenzyme/-faktoren im Organismus fungieren, kann ein Mangel dieser Vitamine weitreichende Folgen mit sich bringen. Aus diesem Grund ist die Kontrolle der Vitamin-Spiegel sinnvoll.

Deutlich wird an dem Vortrag von Frau Professor Dr. Zopf einmal mehr, wie komplex und vielschichtig Ernährung ist und welche Bedeutung ihr für die optimale Therapie der Diabetes-Patienten zukommt.
Es ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Ernährungsberatern sowie den Patienten notwendig. Die Aufklärung über und die Etablierung einer ausgewogenen Ernährung müssen sichergestellt sowie eine eventuelle Mangelernährung ausgeglichen werden, um die Diabetes-Therapie optimal zu unterstützen und Komplikationen zu vermeiden.

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