Empagliflozin als Leberfettsenker – Ergebnisse aus einer RCT

Bis zu 75% aller Typ-2-Diabetiker haben gleichzeitig eine Nicht alkoholische Fettlebererkrankung. In den meisten Fällen liegt eine Steatosis hepatis vor. Auf dem Boden eines chronischen Entzündungsprozesses kann diese jedoch im Verlauf zu einer Nicht-alkoholischen Steatohepatitis, später zu einer Fibrose bis hin zu einer Zirrhose führen. Obwohl eine weit verbreitete Komorbidität bei Typ-2-Diabetes und mit entsprechenden Komplikationen assoziiert, gibt es aktuell keine pharmakologische Therapie der Fettleber.

Seit Längerem werden jedoch die in der Diabetestherapie eingesetzten SGTL2-Inhibitoren als potenzielle Kandidaten dafür gehandelt. Nun konnte in einer randomisierten kontrollierten, doppelblind durchgeführten Studie tatsächlich ein solch positiver Effekt auf das Leberfett für den Wirkstoff Empagliflozin nachgewiesen werden: über die Ergebnisse der EmLIFa-Studie berichtete Dr. Stefan Kabisch in der Session „Typ-2-Diabetes und Komplikationen“.

In der multizentrisch durchgeführten Interventionsstudie wurde die Einnahme von täglich 25 mg Empagliflozin über 6 Monate mit der von Placebo verglichen. Primärer Endpunkt der Studie: Veränderung des Leberfetts. Ergebnis: bei gut eingestellten Typ-2-Diabetikern mit noch kurzer Krankheitsdauer zeigte sich neben einer Reduktion des Körpergewichts tatsächlich eine deutliche Senkung des Leberfettes unter Empagliflozin. Als möglicher Mechanismus wird neben der Gewichtsreduktion eine Verringerung der Harnsäurespiegel und daraufhin vermehrte Sekretion von Adiponektin beschrieben, das schließlich zu einer verringerten Lipogenese und verstärkten Fettsäure-Oxidation führt.

Nina Meyer

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