Eindrücke der DDG Herbsttagung 2021

Im Folgenden möchte ich über meine persönlichen Eindrücke von der DDG Herbsttagung 2021 berichten. Der erste Tag (05.11.) begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde der DDG-Stipendiaten. Hier ergab sich die Möglichkeit, sich je nach Interessensschwerpunkt für die bevorstehenden Kongresstage in Kleingruppen zusammenzufinden.

Los ging es mit der Eröffnungsveranstaltung. Hier wurde das Motto der Herbsttagung „Gemeinsam durch dick und dünn“ sehr eindrücklich durch die Rede des Key-Note-Speakers Simon Dietl (Bergsteiger) veranschaulicht. Auch die Diabetologie kann nur durch ein tatkräftiges multiprofessionelles Team funktionieren.

Im Anschluss besuchte ich das DAG-Symposium „Von der Leitlinie in die Praxis“ (Vorsitz Professor Aberle, Professor de Zwaan) mit Vorträgen von Hans Hauner, Christina Holzapfel, Peter von Philipsborn und Anne Lautenbach. Insbesondere der Vortrag von Anne Lautenbach zum Thema „Langfristige Verbesserung der chronischen Low-Grade-Inflammation nach bariatrischer Chirurgie“ hat mir sehr gut gefallen. Dem zu Folge kann postoperativ nach bariatrischer Chirurgie nicht nur eine Verbesserung der Glukose-Stoffwechsellage und eine Gewichtsabnahme erwartet werden, sondern auch eine Verbesserung der adipositas-induzierten Mikro-Inflammation. Hiernach stand meine eigene Poster-Präsentation „Thyroid-stimulating hormone levels in euthyroid patients 8 years following bariatric surgery” an. Die Erstautorin Anne Lautenbach berichtete mir im Anschluss, dass wir erfreulicherweise einen Poster-Preis gewonnen hätten.

Nach der Poster-Präsentation besuchte ich den Workshop „Vor-/und Nachbereitung der bariatrischen/metabolischen Chirurgie“, den meine Kollegin Pia Roser gehalten hat. Innerhalb der geplanten 90 Minuten ist es hier gelungen, die wesentlichen Komplikationen und Fallstricke der prä- und postoperativen Nachbereitung für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen sehr praxisnah darzustellen.

Am zweiten Kongresstag (06.11.) besuchte ich verschiedene Vorträge, u.a. „Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Kinder und Jugendliche mit Adipositas“. Hier war deutlich, dass insbesondere diese Patientengruppe hochgefährdet ist auch nach überstandener Infektion und den Betroffenen eine besondere Berücksichtigung zukommen sollte; vor allem vor dem Hintergrund der nun wieder steigenden Infektionszahlen.

Insgesamt war das Reisestipendium zur DDG Herbsttagung 2021 für mich eine einmalige Chance, viele hochspezielle Themen des Diabetes zu entdecken, die in Zukunft vertieft werden können. Darüber hinaus war der Besuch der DDG Herbsttagung insbesondere für die Kongressplanung der DDG Frühjahrstagung 2022 in Berlin essentiell, an der ich als zweite Kongresssekretärin von Professor Aberle beteiligt bin.
Vielen Dank!

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