Ein neues Diabetes-Leben

Von Silke Wunderlich

Die Genehmigung einer Insulinpumpe durch die Krankenkasse ist quasi der Beginn eines neuen Lebens, also Diabetes-Lebens. Deshalb muss und sollte man sich schon bei der Beantragung entscheiden, mit welchem Model man dieses Leben verbringen möchte. Ob man eine schnurlose Pumpe oder eine klassische Pumpe mit Schlauch – das muss jeder selbst entscheiden. Ich entschied mich für eine Pumpe mit Schlauch mit dem Hintergedanken, dass in hoffentlich nicht all zu ferner Zukunft der „closed-loop“ möglich ist.

Der Umgang mit der Pumpe muss natürlich erst gelernt werden. Ich entschied mich für die stationäre Einstellung. In der Klinik hat man mich in Schulungen und durch direktes Anlegen den korrekten Umgang mit der Pumpe gelehrt. Interessant und neu für mich waren unter anderem der „duale Bolus“, das heißt, ich kann bei verzögertem Essen oder bei hohem Fettgehalt der Speisen (zum Beispiel Pizza) einen Teil des Insulins sofort und den Rest in einer bestimmten Zeitspanne abgeben. Ebenso gibt es den verlängerten Bolus, was bedeutet, dass über einen bestimmten Zeitraum eine Menge an Insulin abgeben wird. Zum ersten Mal arbeitete ich auch mit einem integrierten Bolusrechner, die Pumpe rechnet nach Angabe der Menge an Kohlenhydrate die Menge an Insulin selbst aus.

Für all diese Funktionen muss die Pumpe natürlich vorher auf meinen persönlichen Insulinbedarf programmiert werden.

In Praxisübungen wie Flammkuchen-Essen habe ich dann das neu Gelernte ausprobiert. Auch hier heißt es: Übung macht den Meister.

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