Die praktische Seite der Diabetes-Technologie

Von der Werbung, die einem auf so einer Tagung umgibt, könnte man den Eindruck bekommen, dass die moderne Technik das Leben mit Diabetes simpel und easy macht. Für einen klareren, firmenneutralen Blick muss man aber weiter schauen, zum Beispiel in das Symposium der AGDT. Hier standen neben Angeboten für Behandelnde, Schulungen zu Besuchen und Ressourcen zu bestellen, informative Vorträge zu dem Umgang mit Schwierigkeiten in der Insulinpumpentherapie und CGMS im Vordergrund.

Thieme Verlagsgruppe

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Kontinuierliches Glukose-Monitoring stellt einen großen Fortschritt in der Diabetesbehandlung dar, gleichzeitig aber eine Herausforderung für Patienten und Behandelnde. Um die signifikanten Vorteile des Systems zu genießen, spielt die Schulung und Motivation der Patienten eine entscheidende Rolle. Erfolg bedeutet viel Nachdenken, ständige Überwachung und nervige Alarme. Aber es bedeutet auch wesentlich bessere Zuckerwerte und die Erfahrung lehrt, dass es mit der Zeit leichter und angenehmer wird. So konnte Professorin Karin Lange berichten, dass es trotz den drohenden Motivationsbremsen tatsächlich gelingt, das System zur Erleichterung eines Lebens mit Diabetes einzusetzen.

Die Kernbotschaft die ich diesem Symposium entnahm war der Hinweis, dass zwischen der Masse an Daten, die die Geräte uns zur Verfügung stellen können und der darauszuschliessenden Therapie ein essentielles Organ liegt: unser Gehirn. Die Technologie schreitet voran und stellt uns immer mehr Möglichkeiten zur Verfügung; entscheidend ist, dass wir Schritt halten und diese Möglichkeiten in der Praxis realisieren.

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