Die Leber im Fettnäpfchen

In seinem Vortrag „Ursache und klinische Bedeutung der NASH bei Patientinnen und Patienten mit einem Diabetes mellitus“ stellt Prof. Roden anschaulich den aktuellen Stand der wechselseitigen Beziehungen zwischen nicht-alkoholischer Fettleber und Diabetes dar.

Besonders eindrucksvoll erschien zu Anfang das Beispiel der energiereichen Mahlzeit, welche bereits nach einmaliger Einnahme die Insulinsensivität in Leber, Muskel und Fettgewebe signifikant senkte. Dies ging mit den aus meiner Sicht drastisch erhöhten Leberfetteinlagerungen und hepatischer Glucoseproduktion einher. War dies auch nur eine Momentaufnahme, kann man sich schon vorstellen, was man dem Körper langfristig mit einer solchen Ernährung antut.

Auch interessant fand ich, dass von den fünf Diabetes-Subtypen beim SIRD (schwer insulin-resistenter Diabetes) das Risiko für NAFLD und Fibrose am höchsten und dies mit einer erhöhten Frequenz einer schadhaften Genvariante assoziiert war. Dies lässt darauf hoffen, gezieltere Therapiemöglichkeiten für Patienten anhand ihres Diabetes-Subtypus zu entwickeln.

Abschließend stimme ich zu, dass das vorgestellte sequentielle Screening zur Feststellung von NASH/Fibrose anhand nicht-invasiver Methoden erstrebenswert ist. Dennoch sind hier weitere Verbesserungen notwendig, um den noch recht hohen Anteil von Patienten, von denen trotzdem eine Biopsie genommen werden muss, weiter zu senken.

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