Diabetische Ketoazidose: Hilfe, was mache ich?!

Linnea Hevelke und Mirjam Bassy

Auf dem DDG-Symposium „Diabetische Notfallsituationen und Therapiekomplikationen“ hat Herr Haak einen sehr interessanten Vortrag über die klinisch-praktische Versorgung von Patienten mit Ketoazidose und hyperosmolarem Koma gehalten.

Angefangen von der Pathophysiologie der Ketoazidose bis hin zu konkreten Behandlungsstrategien für Typ 1 sowie Typ 2 Diabetes und im Besonderen auch für pädiatrische Diabetespatienten, hat Herr Haak die Themen sehr anschaulich dargestellt. Besonders seine strukturierten Folien waren auch für uns als Studenten sehr hilfreich, wie zum Beispiel seine Anleitung für die Abfolge der symptomorientierten Therapie der Ketoazidose:

  • Dehydratation
  • Insulinmangel
  • Ketoazidose
  • Elektrolytmangel

Zu diesem Thema wurde vor allem der Einsatz von NaCl- bzw. Vollelektrolyt-Lösung zur Rehydratation kontrovers diskutiert.

Der Hinweis bei der Behandlung des Insulinmangels auf Humaninsulin zurückzugreifen, war eine der zentralen Botschaften. Humaninsulin kann über den Perfusor verabreicht werden und damit in Notfallsituationen besser reguliert werden als andere Insulinformen. Aus dem Auditorium berichteten Kliniker jedoch auch von guten Erfahrungen mit dem Einsatz von Insulinanaloga.

Der abschließende Appell an die Zuhörer war, dass in der akuten Notfallsituation schnell eine zielgerichtete Therapie eingeleitet werden muss. Allerdings ist die Gefahr eines Hirnödems insbesondere bei Kindern bei einer zu schnellen Blutzuckersenkung nicht zu unterschätzen. Die Akuttherapie sollte daher über zwei bis drei Tage andauern.

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