Diabetesschulung junger, alter und komorbider Menschen – eine besondere Herausforderung

Diabetesschulung an sich ist nicht selten schon eine Herausforderung für Patienten und Berater und bedürfen beim Hinzukommen weiterer Faktoren spezieller Ansätze und interindividueller Schulungsformen.

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Im Symposium „Innovative Ansätze und Grenzen der Diabetesschulung“ wurden drei besondere Patientengruppen herausgepickt und von den Referentinnen anschaulich beleuchtet.

Frau Dr. Gundula Ernst von der MH Hannover arbeitet im Bereich der Jugendlichen- und Adoleszentenschulung und stellte uns ihre preisgekrönte Website
www.between-kompas.de vor, die als hilfreiche Unterstützung zu speziell hierauf ausgerichteten Workshops (ModuS) dienen soll. Die steigenden Besucherzahlen sprechen für das große Interesse der sehr ansprechend und übersichtlich aufgebauten Seite. Auch Eltern heranwachsender Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen – also nicht nur Diabetes – können hilfreiche Tipps und Informationen nachlesen.  Gerade in der kritischen Zeit der Transition, also des Übergangs vom Jugendlichen- ins Erwachsenenalter, sollen die jungen Menschen eine Hand geboten bekommen, die laut den Aussagen der Referentin oft dankbar angenommen wird.

Im zweiten Teil berichtete Frau Dr. Ulrike Löw, Psychotherapeutin aus Mainz, von den besonderen Herausforderungen von Patienten mit Diabetes, die gleichzeitig an einer Depression leiden. Hier sei eine besonders empathische, kreative und langfristig angelegte Psychoedukation sinnvoll, was sich aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit einer Psychotherapie leider nur teilweise relasieren ließe.

Abschließend stellte uns die Diabetesberaterin Frau Irene Feucht aus Aalen ihre Familienangehörigen vor, die sie – abgesehen von ihrem Enkelkind – in die Kategorien der „Slo-Go’s“ und „No-Go’s“ einstufte und uns hautnah an die Probleme des Umgangs von Patienten mit fortgeschrittenem Lebensalter und der Diagnosen „Diabetes und Demenz“ heranführte. Hier spielten natürlich häufig die Schulungen der Patientenangehörigen eine große Rolle.

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