Diabetes und ihre kardiovaskuläre Folgen

Als Medizinstudent bot die Diabetes Herbsttagung 2019 ein sehr spannendes, aufschlussreiches und umfangreiches Programm, das mir die Diabetologie viel näher gebracht hat, weil bedauerlicherweise Diabetes in unserem Medizinstudium nicht so gut verankert ist, wie das sein sollte. Die Prävalenz von Diabetes mellitus Typ 2 nimmt weltweit stark zu. Dank dieses Nachwuchsförderungsprogramms der DDG habe ich eine Gelegenheit gehabt, an dieser Herbsttagung teilzunehmen. Viele verschiedene Aspekte von Diabetes Mellitus, wie z.b psychosoziale, genetische, epidemiologische und geschlechtsspezifische Aspekte wurden an dieser Herbsttagung ans Licht gebracht.

Ich fande das Symposium “Diabetes und kardiovaskuläre Komplikationen” sehr interessant. Die Studien zeigen, dass eine gute HbA1c- Einstellung bei der Diabetesbehandlung eine entscheidende Rolle für die Vorbeugung der makro- und mikrovaskulären Komplikationen spielt. Bereits nach einem Jahr mit HbA1c- Wert >9% erhöht sich das Risiko von makrovaskulären Erkrankungen (Apoplex, KHK, Gefäßerkrankungen) um 50%. Mit dem steigenden HbA1c-Wert >6,5% steigt das Risiko für die Entwicklung der mikrovaskulären Komplikationen (CKD, Retinopathie) noch dramatischer als für makrovaskuläre Komplikationen. Diabetes greift nicht nur an makrovaskuläre Ebene, sondern auch die mikrovaskuläre Ebene des Herzes an. Nach neuen Studienergebnissen senken GLP 1 Rezeptoragonisten und SGLT2- Inhibitoren nicht nur Blutzucker, sondern auch mikro- und makrovaskuläre Ereignisse bei Diabetikern. SGLT2- Inhibitoren sind die effektivste Klasse der Antidiabetika für die Senkung des kardiovaskulären Risikos und der renalen Folgeerkrankungen. Hinsichtlich der Nebenwirkungen steigern SGLT2- Inhibitoren nicht wesentlich Harnwegsinfekte bei ordentlicher Hygiene wie am Anfang gedacht wurde, als diese Klasse auf dem Markt neu gekommen war. Was ich sehr interessant fand, zeigen GLP 1 Rezeptoragonist und SGLT2- Inhibitoren in Studien kardio- und renoprotektive Effekte unabhängig von Glykämie (HbA1c).

Die Diskussion zwischen Diabetologen und Kardiologen über Basistherapie bei Diabetikern mit KHK war sehr spannend.
Des weiteren fande ich am Ende Gruppendiskussion mit fachlicher Leitung über verschiedene Symposien besonders interessant, wie z.B diverse Themen, die in den Symposien behandelt wurden.

Usman Saddique

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