Diabetes und das Herz

Von Tobias Baumgartner

In der Veranstaltung ,,Autonome Neuropathie“ wurden in drei hochwertigen Beiträgen vermittelt, welch einen großen Einfluss Diabetes auf das Nervensystem bekannt. Allgemein bekannt ist ja, dass die diabetische Neuropathie eine der häufigsten Folgeschäden des Diabetes mellitus ist. Viele assoziieren damit vor allem die sensiblen und motorischen Nerven, was sich in einer Veränderung der Empfindlichkeit für bestimmte Reize und in einer Abschwächung von Reflexen kann.

aktive Nervenzellen

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Ein Punkt, der viel weniger im Rampenlicht steht, ist hingegen das autonome Nervensystem, das essenzielle Aufgaben erfüllt und zum größten Teil nicht unserer Kontrolle unterliegt. Dr. Konz aus Wiesbaden hat in dieser Sitzung aber klargemacht, dass die Schäden am autonomen Nervensystem häufig schon in viel früheren Phasen beider Hauptformen des Diabetes mellitus auftreten. Durch eine schnelle Schädigung des Parasympathikus findet man bei den Patienten oft eine beschleunigte Herzfrequenz. Die große Gefahr besteht dann vor allem darin, dass sich schwerwiegende kardiale Komplikationen entwickeln können –im schlimmsten Fall der Herzinfarkt.
Daher wurde in diesem Beitrag unterstrichen, wie wichtig hier eine effiziente Früherkennung ist. Die technischen Möglichkeiten dafür sind allgemein gut verfügbar, da man das Problem anhand spezifischer Veränderungen im 24-Stunden-EKG sehen kann.

Dieser Beitrag hat mir aufgezeigt, dass wir uns nicht starr damit abfinden sollten, dass es im Verlauf von Diabetes zu Komplikationen kommt, sondern stattdessen frühzeitig nach spezifischen Veränderungen zu suchen und damit eine maßgeschneiderte Therapie für unsere Patienten zu finden.

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