Diabetes-Spätfolgen: Schlechte Aussichten für Frauen

Normalerweise gelten eher Männer in der Medizin als tickende Zeitbombe, denn Gesundheitstipps sind doch Frauensache. Ein höheres Risiko für Übergewicht, Herzinfarkt und Schlaganfall sollen die Folge sein – Erkrankungen, gegen die Frauen durch ihr Geschlecht geschützt zu sein scheinen.

Cropped sporty women in lotus pose

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Ein Typ-2-Diabetes jedoch kann das Blatt wenden. Neuen Erkenntnissen zufolge erleiden zuckerkranke Frauen häufiger einen Herzinfarkt, Herzversagen oder Schlaganfall als ihre männlichen Leidensgenossen und sterben auch häufiger daran.

Die Ursachen dafür sind nicht völlig klar. Grundsätzlich lässt sich ein Typ-2-Diabetes bei Frauen schwieriger einstellen als bei Männern. Möglicherweise werden aber auch die Spätfolgen des weiblichen Diabetes von Ärzten und Betroffenen noch unterschätzt. So erhalten Frauen zum Beispiel seltener Medikamente gegen Hypertonie oder gegen hohe Cholesterinwerte. Ebenso erhalten Frauen nach einem Herzinfarkt seltener Aspirin.

Hormonelle Störungen könnten ebenfalls eine Rolle bei dem Geschlechterunterschied spielen. Zwischen sechs und acht Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter haben ein polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS). Neben einem erhöhten Testosteronspiegel zeigen Patientinnen Fettansammlungen am Bauch und Insulinresistenz.

Die gute Nachricht: durch einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung können Frauen ihr Krankheitsrisiko auch wieder senken. Wie die amerikanisch Nurses Health Study zeigt, reichen dafür bereits zwei Stunden Sport in der Woche.

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