Diabetes mellitus – „Ein lebenslanger Marathon“

Der Diabetes mellitus ist durch seine vielfältigen klinischen Erscheinungsformen ein herausforderndes und gleichzeitig spannendes Krankheitsbild. Darüber hinaus bietet der Diabetes gute Ansatzpunkte in der Prävention und Früherkennung. Diesen beiden Aspekten kommt gerade in der allgemeinmedizinischen Praxis eine herausragende Bedeutung zu. Das ist für mich als Weiterbildungsassistent in der Allgemeinmedizin von großer Relevanz. Darüber hinaus findet sich ein Diabetes als häufige Komorbidität im klinischen Alltag. Das Stipendium für die diesjährige Diabetes-Herbsttagung der DDG war in meinen Augen die ideale Gelegenheit, einiges über die aktuellen Erkenntnisse und Entwicklungen in der Diabetologie zu erfahren. Ich möchte mich für diese Chance bedanken. Das vielseitige Programm und den kollegialen Austausch habe ich sehr geschätzt. Alle von mir besuchten Vorträge waren fachlich hervorragend und ansprechend aufbereitet. Ein spannendes Thema war beispielsweise das Therapiemonitoring mittels CGM-/AID-Technologien.

Besonders wird mir der Vortrag von Katrin Lange in Erinnerung bleiben. Sie betrachtete den Diabetes mellitus beim DDG-Symposium „Technologie auf dem Weg in die Zukunft“ unter psychologischen Gesichtspunkten. HbA1c und TIR? BGM, CGM oder AID? OAD, BOT oder ICT? Ganz schön verwirrend! Allein hierbei wird deutlich, dass der Diabetes mellitus eine Herausforderung ist. Nicht nur für junge Ärztinnen und Ärzte, sondern auch für Patientinnen und Patienten. Oder wie Katrin Lange es formulierte: „Es ist ein lebenslanger Marathon“. Anhand des Akronyms HUMAN machte sie mögliche Sichtweisen von Betroffenen auf die Erkrankung deutlich.

Sicherlich gibt es in Bezug auf Diabetes und Technologie einen beachtlichen Fortschritt, der viele hilfreiche Tools mit sich bringt. Jedoch sollte man die Bedeutung der Erkrankung im Alltag der Patientinnen und Patienten nicht aus den Augen verlieren. Sie ist mit viel Arbeit, Stress und teilweise Überforderung verbunden, was aus verständlichen Gründen zu Ängsten und Frustration führen kann. Ich bin der Überzeugung, dass meine Akzeptanz und mein Verständnis durch diesen Vortrag noch einmal sensibilisiert wurden.

MN

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