Diabetes Kongress 2019 – Doch nur eine Typ-Frage?

Der von der DDG jährlich stattfindende Diabetes-Kongress, stellte für mich meine erste aktive Teilnahme an einem Kongress dar: hier leistete ich mit einer Posterpräsentation einen Beitrag zum Kongressprogramm. Als junge Wissenschaftlerin bin ich durch solche Veranstaltungen kontinuierlich neuen Herausforderungen gestellt. Daher half mir das Stipendiatenprogramm einen Überblick über das vielseitige Programm zu erhalten und die Teilnahme so lehrreich wie möglich zu gestalten. Beim „Nachwuchs für Nachwuchs“-Programm teilten MentorInnen ihre persönlichen Programm-Empfehlungen mit uns, wovon die Paul-Langerhans-Vorlesung mit stattfindender Preisverleihung besonders hervorgehoben wurde. 

Neben den lehrreichen Vorlesungen, sollten wir uns vor allem von den inspirierenden Preisträgern motivieren lassen und einen Blick in deren Karrieren erhalten. Es erfolgten sieben Verleihungen, unter anderem wurde die Paul-Langerhans-Medaille und der Ferdinand-Bertram-Preis vergeben, die die renommiertesten Wissenschaftspreise der DDG darstellen. Unter diesen insgesamt elf geehrten Persönlichkeiten, wurde lediglich eine Frau ausgezeichnet, die die Gerhard-Katsch-Medaille für ihren  besonderen Verdienst in der Laienarbeit erhielt. Zweifelsfrei, alle Preisträger sind inspirierende Persönlichkeiten und deren wissenschaftliche Karrieren sind beeindruckend und außergewöhnlich. Allerdings ist es als junge Nachwuchswissenschaftlerin, in der immer noch männerdominierenden Wissenschaft demotivierend zu erkennen, dass nur eine Frau in den letzten 10 Jahren mit der Paul-Langerhans-Medaille ausgezeichnet wurde.

Indessen beweist aber das DDG-Nachwuchsprogramm, dass viele junge und motivierte Frauen den Weg in die Wissenschaft gefunden haben und wer weiß, vielleicht werden davon in den nächsten Jahrzehnten einige die Möglichkeit erhalten in der Paul-Langerhans-Vorlesung ihre Karrieren zu präsentieren und für ihre harte Arbeit ausgezeichnet zu werden.   

Lena Espelage 

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