Der gesunde Schlaf – oder was hat Diabetes damit zu tun?

Donnerstag, 25.Mai, um 10:30 nach dem zweiten Cappuccino im Sitzungssaal „Pfeiffer“ in Halle A1. Frau Dr. Triché, Oberärztin und Leiterin des Schlaflabors im Klinikum Nürnberg, berichtet über schlafbedingte Atemstörungen.

Wir alle kennen das. Der Bettpartner schnarcht, sägt Baum um Baum und einem selbst bleiben wenige Optionen. Dem ersten Impuls zu folgen und mörderische Gedanken in die Tat umzusetzen, um sich vom eigenen Leid zu erlösen, ist keine gute Idee. Nach dem Vortrag von Dr. Triché und den daraus gewonnenen Erkenntnissen über den Zusammenhang von schlafbedingten Atemstörungen, Schlafdauer und Diabetes mag es vielleicht den ein oder anderen versöhnlich stimmen, ja sogar mit Besorgnis erfüllen, wenn einem das nächste Mal von seinem Bettpartner der Schlaf geraubt wird.

Das Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom

Das Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist Medizinern allgemein bekannt. Die meist adipösen Patienten (und wahrscheinlich ihre Partner) leiden unter starker Tagesmüdigkeit. Die Bettpartner berichten von Schnarchen mit Atempausen. Folgen für die Betroffenen reichen von arterieller Hypertonie, einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte bis zu Schlaganfällen und pulmonaler Hypertonie. Die Diagnose wird durch eine ambulante oder stationäre nächtliche Untersuchung gestellt. Aber was hat das Ganze mit Diabetes zu tun?

Eine Studie von Dr. Vsevolod Y. Polotsky und seinen Kollegen vom Johns Hopkins Bayview Medical Center aus Baltimore mit 90 schwer adipösen Patienten hat unter anderem gezeigt, dass die Insulinsensitivität und die Beta-Zell-Funktion beim OSAS herabgesetzt sind: Zwei entscheidende Faktoren für die Entstehung des Diabetes Mellitus Typ 2. Der Mechanismus kann erklärt werden durch die wiederauftretenden Sauerstoff-Entsättigungen, die zu einem erhöhten Sympathikusaktivität und einer erhöhten Kortisolausschüttung führen mit einer Abnahme der Insulinsensitivität als Folge.

Wenn Sie also das nächste Mal von Ihrem Bettpartner um den Schlaf gebracht werden, horchen Sie genau hin, vielleicht ist eine schlafmedizinische Untersuchung sinnvoll!

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