Das Insulinom – der lange Weg von der Praxis zur Theorie und zurück in die Klinik

Das Insulinom, der häufigste endokrine Pankreas-(B-Zell-)Tumor, produziert in 50% der Fälle nur Insulin, in den übrigen Fällen produziert es auch andere gastrointestinale Hormone.
Im Rahmen der Postersession am 30.05. ‘‘Stoffwechselentgleisungen‘‘ stellte Frau Dauben (Deutsche Diabetes Zentrum Düsseldorf) das Thema ‘‘Vergleich der diagnostischen Präzision der aktuellen Leitlinien zur Diagnose eines Insulinoms‘‘ vor. Hier verglich sie die Leitlinien zur Diagnose eines Insulinoms auf die Sensitivität und Spezifität im Rahmen des 72-Stunden-Hungertests – mit dem Fokus auf die Blutglukose- und Insulin-Werte.
Dabei wurden die Leitlinien der US-amerikanischen Endocrine Society (ES), der europäischen (European Neuroendocrine Tumor Society; ENETS) und der nordamerikanischen (North American Neuroendocrine Tumor Society; NANETS) Gesellschaft miteinander verglichen. Während die Kriterien der ES eine höhere diagnostische Sensitivität bei einer geringeren Spezifität für die Diagnose eines Insulinoms erzielten, zeigte sich bei den Kriterien der ENETS und NANETS eine höhere diagnostische Spezifität bei niedrigerer Sensitivität. Diese Ergebnisse sollten bei der Anwendung der verschiedenen Diagnosekriterien in der klinischen Routine beachtet werden.

YK

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