Cluster über Klassen?

Die Session „Praktische Bedeutung neuer Diabetes-Klassifikationen“ greift umfangreich DEN Hype um eine neue Zuordnung von Diabetestypen in Clustern auf. PD Dr. Julia Szendrödi präsentierte umfangreich die mögliche neue Klassifizierung von Diabetes Mellitus anhand von Clustern. Für das Clustern der Diabetestypen wurden Parameter wie Alter, BMI, Insulinsensitivität, Insulinsekretion und die Glykämie zu Hilfe genommen. Anhand dieser lies sich retrospektiv auch die Wahrscheinlichkeit für verschiedene Komorbiditäten vorhersagen, was der Studie einen besonders hohen Stellenwert zukommen lässt.

Was das deutsche Pendant zur schwedischen Studie von Alquist et al. noch abgrenzt ist die Erkenntnis, dass es sich bei der Clusteranalyse um ein dynamisches Muster handelt. Über die Jahre können Patienten vom einen Cluster in das andere Cluster wechseln und somit neue Therapien erforderlich machen. Ergänzend dazu stellte Prof. Dr. Andreas Fritsche mögliche (präventive) Maßnahmen und Therapien vor, anhand derer clusterspezifisch vorgebeugt und behandelt werden kann. Die Clusteranalyse stellt somit eine zukunftsweisende Methode dar, Diabetespatienten individualisierter zu therapieren und somit mögliche Spätfolgen besser in den Griff zu bekommen.

Heja Aga-Barfknecht

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