CGMS geht unter die Haut – Neuigkeiten von Roche

Auf der Industrieausstellung am Stand von Roche wird fast stündlich von einer neuen Innovation berichtet: dem Senseonics implantierbarem CGM System, welches ich im Folgenden kurz vorstellen möchte.

Das System besteht aus 3 Komponenten: dem Sensor, dem Transmitter und einer Mobilen App. Das Neuartige an diesem System ist, dass am Oberarm ein ca. 5 Millimeter großer Sensor für 90 Tage implantiert wird. Dies geschieht beim Diabetologen unter lokaler Betäubung. Der Transmitter dient zur Übertragung des gemessenen Gewebezuckers via Bluetooth auf eine App eines Smartphones (Apple oder Android). Der Transmitter ist ca. 4×4 Zentimeter groß und ca. 1,5 Zentimeter hoch und muss per Pflaster ständig über der Sensorstelle auf der Haut getragen werden, nur dann werden die Daten übertragen. Der Transmitter kann zum Duschen etc. angenommen werden, in dieser Zeit werden jedoch keine Daten übertragen. Alle 12 Stunden muss der Sensor mittels einer blutigen Zuckermessung kalibriert werden.

Die App hat neben den Zuckerwerten auch die Möglichkeit Alarme bei Über-/Unterschreiten von einstellbaren Werten abzugeben.
Bisher lief schon eine Studie mit einer Messdauer von 90 Tagen und zeigte darunter genauso stabile Werte wie andere momentan auf dem Markt befindliche GCMS-Systeme. Momentan steht noch die CE-Zulassung aus, damit das Gerät weiter getestet werden kann und auf den Markt kommen kann. Damit rechnen die Mitarbeiter von Roche nun fast stündlich.
Mein Fazit: Ich persönlich finde das neue System eine weitere Möglichkeit seinen Zucker kontinuierlich zu messen und sich bei Entgleisungen aus den Normwerten warnen zu lassen. Auf den ersten Blick dachte ich, das wäre eine gute Alternative, für all diejenigen, die Probleme mit Pflaster (z. B. beim Free Style Libre) haben. Leider finde ich den Transmitter doch relativ groß und er muss ständig per Pflaster (oder per Oberarmband) getragen werden. Die Firma Roche stellt jedoch jetzt schon in Aussicht, dass dieser Transmitter kleiner und handlicher werden soll. Ebenso laufen schon Studien über eine längere Tragezeit wir 90 Tage.

Abschließend kann man also sagen, dass es auf dem Feld der CGM/FGM weiter spannend bleibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.