Ehrung mit genialer Erklärung!

Ich möchte über eine Veranstaltung berichten, die eigentlich so überhaupt nicht interessant klingt: Die Paul-Langerhans Vorlesung und Preisverleihung, ABER ich wurde wirklich überrascht! Normalerweise denkt der lerneifrige Student: Ohje, jetzt muss ich mir auch noch eine Ehrung in meiner Mittagspause anhören, das kann ja schon nichts werden. Es wird bestimmt nur gelobt und geklatscht; noch mehr gelobt und noch mehr geklatscht….

Allerdings wurde mir in dieser Veranstaltung genau das Gegenteil gezeigt. Die Laudationes der Geehrten waren durchaus interessant und haben mir, als Medizinstudentin, die verschiedensten Werdegänge in unserem späteren Beruf vorgeführt. Noch beeindruckender waren natürlich die Reden von Matthias H. Tschöp ( Paul-Langerhans-Medaille 2019) und Prof. Dr. Martin Heni (Ferdinand-Bertram-Preises 2019). Die neuen therapeutischen Ansätze von Ersterem aus München über Poly-Agonisten für Typ-2-Diabetes fand ich super erklärt – die Entwicklung zu dem Punkt wo wir heute in der klinischen Wirksamkeit stehen wurde spannend dargestellt.

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Nachwuchs fördern – Diabetologie attraktiv machen

Betrachtet man die aktuellen Zahlen der Diabetes-Erkrankten in Deutschland (ca. 6,5 Mio. Menschen) und die Inzidenz der Diabetes wird klar: Diabetologen werden jetzt und in Zukunft gebraucht. Frau Prof. Schürmann engagiert sich in der Nachwuchsförderung in der Diabetologie. Auf der heutigen Pressekonferenz ging sie auf das Stipendiaten- und Mentoring-Programm der DDG und anderen Arbeitsgruppen ein, um Nachwuchs zu gewinnen.

Mittlerweile existiert das Stipendiatenprogramm seit 12 Jahren – zu Beginn wurden „nur“ Reisestipendien vergeben. Seitdem ist das Stipendiatenprogramm stetig gewachsen. 2013 kam zum Stipendiaten- das Mentoring-Programm hinzu. Hier stehen euch Professoren und Ärzte aus Schwerpunktpraxen und der Industrie für Fragen zur Verfügung. Sie wollen euch einen Überblick über die Erkrankung Diabetes mellitus geben, über die verschiedenen Karrieremöglichkeiten informieren und vieles mehr.

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Fortschritt Richtung Zukunft

Letztes Jahr durfte ich auf der Herbsttagung in Düsseldorf der Veröffentlichung der  Düsseldorfer Resolution beiwohnen. Inhalte der Forderungen der Truppe aus größtenteils Niedergelassenen rund um WinDiab waren unter anderem eine Überarbeitung der Lehre sowie Einrichtung von Lehrstühlen, eine angemessene Vergütung sprechender Medizin und in meinen Augen als wichtigster Punkt die Einführung eines Facharztes der Diabetologie.

Toll, wie schnell diese Punkte in Gestalt der „Task-Force Zukunft“ übernommen wurden und dass auf der Eröffnungsveranstaltung vom jetzigen Kongress Herr Prof. Gallwitz die Hauptforderungen in seinen Einführungsvortrag übernommen hat. 

Jetzt bin ich gespannt auf die Umsetzung!

Karrierewege in der Diabetologie – ein Wegweiser für junge Medizinerinnen

Jeden von uns beschäftigt die Planung seiner Karriere: Will ich in einem kleinen peripheren Krankenhaus oder in der großen Uniklinik arbeiten, als Hausarzt auf dem Land die Patienten betreuen oder doch eine große Gemeinschaftspraxis führen?
Bei diesem Workshop wurden von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten Tipps für die Realisierung einer erfolgreichen Karriere gegeben. Weiterlesen

So wird der erste Kongressbesuch zum Erfolg

Um den medizinischen Nachwuchs zu fördern vergibt die DDG sowohl für den Kongress als auch für die Herbsttagung Reisestipendien an Medizinstudenten und Ärzte in Weiterbildung. Auch in diesem Jahr haben rund 60 junge Menschen davon Gebrauch gemacht, um den Diabetes Kongress zu erleben. Aber lohnt sich ein Kongress überhaupt schon, wenn die Ausbildung noch gar nicht abgeschlossen ist?

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Die Antwort auf diese Frage lautet in jedem Fall ja! Zum einem bieten Kongresse natürlich die Möglichkeit, sich über den neuesten Stand der Dinge zu informieren. Zum anderem bieten sie etwas, was man im Studium nicht bekommt: nämlich Kontakte, zu den wichtigsten Medizinern eines Fachgebiets. Damit Sie beim ersten Kongressbesuch nicht untergehen, hier ein paar Tipps:

1. Wohin soll es gehen?
Je nachdem, ob Sie noch am Anfang Ihres Studiums stehen oder sich bereits in der ärztlichen Weiterbildung befinden, kann die Wahl des ersten Kongresses schwer fallen. Wählen Sie ein Fachgebiet, dass Ihre Neugierde weckt und erkundigen Sie sich in den Veranstaltungskalendern der entsprechenden Fachgesellschaften nach den nächstmöglichen Terminen. Wenn Sie ihr Fachgebiet bereits gewählt haben und eventuell schon den ein oder anderen Kongress hinter sich haben, kann es auch nicht schaden, einmal über den Tellerrand zu schauen. So zieht der Diabetes Kongress nicht nur Diabetologen, sondern auch andere Spezialisten aus der Inneren Medizin an. Die meisten Kongresses sind für Nachwuchsmediziner kostenlos oder werden zum günstigen Tarif angeboten. Oft bieten die Gesellschaften auch entsprechende Förderungen an. So beteiligt sich die DDG über die Reisestipendien mit 400 Euro an den Reise- und Verpflegungskosten.

2. Planung lohnt sich
Kongressprogramme sind naturgemäß umfangreich. Wer seinen ersten Kongress besucht, möchte am liebsten so viel wie möglich davon mitnehmen, fängt morgens um acht in der ersten Sitzung an, und weiß Mittags bereits nicht mehr, was er dort gehört hat. Ein wenig Planung vorab kann sich lohnen. Bedenken Sie dabei, dass die Referenten ein hohes fachliches Niveau voraussetzen. Sie sollten also genug Interesse für das Thema aufbringen können, um sich damit auseinanderzusetzen.

3. Netzwerken zahlt sich aus
Selten bekommen Sie eine so gute Gelegenheit, den großen Koryphäen eines Fachs so nahe zu kommen. Nutzen Sie sie, beispielsweise indem Sie einen ihrer Vorträge besuchen. Die meisten Referenten werden sich freuen, wenn Sie sie nach der Sitzung ansprechen und Interesse an ihrem Thema bekunden. Nutzen Sie dafür auch gesellschaftliche Veranstaltungen, wie das übliche Get Together oder einen Gala-Abend. So mancher hat beim Kongress schon seinen Dokotvater kennengelernt.

„Elternzeit leider nicht möglich…“

Von einem Assistenzarzt der Generation Y*

Über die Generation Y und ihre Ansprüche an den Arbeitsplatz wird aktuell ja auch in der Medizin viel diskutiert. Die Work-Life-Balance steht für uns Nachwuchsärzte im Mittelpunkt – das zumindest sagt man uns nach. Aber wie sieht ein Assistenzarzt eben jener Generation diese Debatte?

Ärztin mit Burnout und Kopfschmerz

Quelle: Fotolia

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Weiterbildungs-Flaute

Von Luise Poser

Seit einiger Zeit bin ich als Assistenzärztin auf einer Station eingeteilt, in der Diabetes praktische nicht vorkommt. Was tun, damit man nicht ganz aus dem Thema raus fällt und das ganze angesammelte Wissen verloren geht?

Da bleibt fast nur die Freizeit zur gezielten Weiterbildung. Sehr gut gefallen hat mir dabei das 12. Karl-Stolte-Seminar zur Pädiatrischen Diabetologie Ende Januar in Hannover. In sehr netter Atmosphäre und Umgebung gab es zahlreiche informative Vorträge zu Bewährtem, wie auch Neuem – etwa Insuline, CGM, Extremsport bis hin zur Stuhl-Transplantation bei Diabetes. In den Seminarblöcken wurde es dann noch praktischer und interaktiver. Insgesamt eine Veranstaltung, die ich immer wieder besuchen würde und nur empfehlen kann! Wer hat noch aktuelle Tipps für Fortbildungen, Kurse, Seminare, Bücher & Co zu verwandten Themen?

„Ich fühlte mich unerwünscht“: Fallbericht von einem PJ in einer großen deutschen Klinik

Von Jonas Kortemeier

Mit großer Vorfreude hatte ich mein praktisches Jahr (PJ) erwartet. Das zweite Staatsexamen lag gerade hinter mir, dank online Lernprogramm hatte das Lernen sogar Spaß gemacht. Ich hatte größte Lust das Gelernte endlich anzuwenden und fühlte mich zumindest von der Theorie her fit für die Klinik.

So meldete ich mich an meinem ersten Tag in der Klinik – höchst motiviert und bereit drei mal vier Monate lang ganz dem Paradebeispiel des lernfähigen und arbeitswilligen Medizinstudenten zu entsprechend. Zu meiner großen Enttäuschung schienen meine Kollegen jedoch weit weniger begeistert von meiner Anwesenheit. Im besten Fall ignorierte man mich, im schlimmsten schickte man mich genervt weg.

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Pubertät und Flüchtlinge im Fokus der Pressekonferenz zur Herbsttagung

Einige Punkte des „allumfassenden Themenspektrums“ der 9. Herbsttagung der DDG wurden den etwa 30 interessierten Journalisten im Rahmen der offziellen Pressekonferenz am Freitagmittag präsentiert:

Besonderes Augenmerk wurde dabei unter anderem auf das Thema „Pubertät und Adoleszenz – Begleitung auf dem Weg vom Jugendlichen mit Diabetes zum Erwachsenen“ gelegt. Weiterlesen

Die DDG-Herbsttagung: Bald geht’s los…

DDG Herbsttagung, Atmosphäre

Deutsche Diabetes Gesellschaft | Diabetes Herbsttagung 2014 in Leipzig © Dirk Michael Deckbar | +491723108973 | Mail@deckbar.de |

In gut einer Woche fällt der Startschuss zur 8. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Düsseldorf. Ab dem 6. November werden sich mehr als 4000 Ärzte und andere Diabetes-Experten treffen, um  gemeinsam neueste medizinische Erkenntnisse und innovative Möglichkeiten der Prävention und Therapie zu diskutieren. Weiterlesen