Diabulimie – ein Kolibri unter den Essstörungen?

Bei der Diabulimie handelt es sich um ein komplexes psychiatrisch-endokrinologisches Krankheitsbild. Insbesondere junge Mädchen, die im – ohnehin sehr fragilen — Pubertätsalter mit der Diagnose eines Typ-1-Diabetes und mit der damit verbundenen Notwendigkeit der Stoffwechselkontrolle konfrontiert werden, zeigen eine Neigung, die mit der Insulintherapie einhergehende Gewichtszunahme umgehen zu wollen („Insulin-purging“= IP). Weiterlesen

Gefahrenanalyse Hypoglykämie

Kommentar zum DDG Symposium Hypoglykämien – Wie belastend wie gefährlich?

Im alltäglichen Patientenumgang kann es leicht passieren, dass man die Hypoglykämie – ein nicht seltenes Ereignis bei Diabetikern – in ihrer Gefahr unterschätzt. Der ausgezeichnete Vortrag von Dr. Holstein aus Detmold diente als wilkommene Wissensauffrischung, um die Gefahren und Langzeitfolgen dieses Zustands bei Patienten angemessen einzuschätzen. Weiterlesen

Ein Vortrag der etwas anderen Art

Teil der Begrüßung in der Frankenhalle am 11.11.2016 war der Vortrag von Prof. Dr. Peer Abilgaard, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Gerontopsychiatrie und Psychotherapie am Helios Klinikum Duisburg und Professor für Musikmedizin an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.

Es ging um ein Thema, das für den ein oder anderen reinen Empiriker sicher schwer zu objektivieren war, nämlich die Fähigkeit, mit Leid umzugehen und warum manchen Menschen dies leichter fällt als anderen. Am Beispiel des großen Komponisten Johann Sebastian Bach erörterte Professor Abilgaard unter Zuhilfenahme zahlreicher musikalischer Beispiele, sowohl den Humor als auch die Fähigkeit zur Hoffnung, des Künstlers. Johann Sebastian Bach war nach heutiger Ansicht sehr wahrscheinlich Diabetiker, hatte aber auch mit anderen harten Schicksalsschlägen zu kämpfen, wie dem Tod einer seiner Töchter, in frühen Jahren, oder dem Mangel an Anerkennung. Weiterlesen

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Typ-1 Screening bei Neugborenen: Sächsische Studie geht an den Start

Insgesamt 5000 Neugeborene sollen an dem bundesweiten Freder1k-Screening teilnehmen. Anders als das bayrische Vorgängerprojekt Fr1da startet das Modell nicht erst im Alter von zwei Jahren, sondern direkt nach den Geburt. Gesucht werden dabei drei Risikogene, die zur Entstehung der Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes beitragen. Die Früherkennungsuntersuchung soll ab sofort allen Eltern in Sachsen an zehn Kliniken angeboten werden. Ziel soll nicht nur die Früherkennung und Behandlung eines Diabetes sein, sondern auch die Entwicklung eines Impfstoffs, mit denen besonders gefährdete Kinder vor der Erkrankung geschützt werden können. Heißer Kandidat: Insulin selbst. Weiterlesen

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Stationäre oder ambulante Pumpeneinstellung?

Hat man dann die Pumpe genehmigt bekommen, dann stellt sich die Frage, ob man sein Leben mit der Pumpe stationär oder ambulant beginnen möchte.

Für beide Optionen gibt es sehr gute Argumente:

Im stationären Bereich wird mach intensiv und ausführlich geschult. Ausgebildete Ärzte und Pfleger erklären Funktion und Umgang mit der Pumpe von Anfang an und man kann beliebig viel nachfragen. Es gibt einem einfach mehr Sicherheit, dass geholfen wird, wenn das neue „Accessoire“ mal piepst oder sich beschwert. Die Vorteile der Pumpe muss man auch erst kennen lernen. Die erhöhte Basalrate zum Beispiel, die kannte ich nicht von meiner intensivierten Insulintherapie. Außerdem stärkt es die eigene Sicherheit,  wenn man Menschen gibt, die die gleichen Probleme und Fragen hat, wie man selbst.

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Schlechte Parksituation für Nahrungsfette: Ist Typ-2-Diabetes eine Kalorienresistenz?

800 Kalorien pro Tag – was wie eine Crash-Diät für Magermodels klingt, soll Patienten mit Typ-2-Diabetes helfen, innerhalb einiger Wochen frei von Symptomen zu werden. Das bedeutet: Sie haben einen normalen Blutzuckerspiegel, ohne dass sie Medikamenten einnehmen oder Insulin spritzen müssen.

Schwer beladener VW-Käfer

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Diabetes bei Kindern mit Migrationshintergrund – gleiche Behandlung, gleiche Ergebnisse?

Der Vortrag von Dr. Nicole Prinz handelte von Unterschieden zwischen Diabetespatienten mit und ohne Migrationshintergrund. In dieser Sitzung wurde sowohl auf Behandlungsunterschiede als auch auf Unterschiede bzgl. des Behandlungserfolgs eingegangen. Hierbei wurden nicht nur Daten des DPV-Registers vorgestellt, sondern auch sehr interessante Daten aus Skandinavien.

Türkische Frauen mit Kopftüchern

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CGMS geht unter die Haut – Neuigkeiten von Roche

Auf der Industrieausstellung am Stand von Roche wird fast stündlich von einer neuen Innovation berichtet: dem Senseonics implantierbarem CGM System, welches ich im Folgenden kurz vorstellen möchte.

Das System besteht aus 3 Komponenten: dem Sensor, dem Transmitter und einer Mobilen App. Das Neuartige an diesem System ist, dass am Oberarm ein ca. 5 Millimeter großer Sensor für 90 Tage implantiert wird. Dies geschieht beim Diabetologen unter lokaler Betäubung. Der Transmitter dient zur Übertragung des gemessenen Gewebezuckers via Bluetooth auf eine App eines Smartphones (Apple oder Android). Der Transmitter ist ca. 4×4 Zentimeter groß und ca. 1,5 Zentimeter hoch und muss per Pflaster ständig über der Sensorstelle auf der Haut getragen werden, nur dann werden die Daten übertragen. Der Transmitter kann zum Duschen etc. angenommen werden, in dieser Zeit werden jedoch keine Daten übertragen. Alle 12 Stunden muss der Sensor mittels einer blutigen Zuckermessung kalibriert werden. Weiterlesen

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