Darf ich meinen Patienten dazu raten, (selbst gebaute) closed loop Systeme zu benutzen?

Dies fragte eine junge Ärztin, die sich selbst als „Looperin“ bezeichnete, nachdem Prof. Heinemann über closed loop Systeme berichtet hatte.

Das Entsetzen im Saal war groß! Aufgrund der Haftung wurde der Dame vehement davon abgeraten, ihren Patienten zu dem Gebrauch eines selbst gebastelten closed loop zu raten. Aber genau diesen (nightscout) Bastlern verdanken wir, dass die 670 G (erste hybrid closed loop Pumpe) so schnell in den USA zugelassen wurde. Ich bestaunte den Mut der jungen Ärztin, sich selbst als „Looperin“ zu bezeichnen und hoffe, dass sie in den nächsten Jahren keinen unverschuldeten Autounfall bauen wird. Weiterlesen

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Bio oder Heavy Metal? – Bare-Metal-Stents versus bioresorbierbare Drug-Eluting-Scaffolds

Bare-Metal-Stents verbleiben dauerhaft in den Koronarien, während sich ein sogenannter bioresorbierbarer Drug-Eluting-(DE-)Scaffold, dessen Innenseite entweder mit Paclitaxel (1. Generation) oder Everolimus (2. Generation) beschichtet ist, üblicherweise binnen 12 bis 24 Monaten komplett auflöst.

Diese Fähigkeit zur kompletten Resorption soll die Restenosegefahr reduzieren. Außerdem soll die normale Gefäßmotorik so wieder hergestellt werden. Beides klingt vielersprechend! Weiterlesen

DDG-Symposium Diabetologie Task Force 2025: Telemedizin und Digitalisierung

Digital Diabetes: Kommentar

Das sich Technologie im letzten Jahrhundert immer mehr in unser Leben schleicht, beobachten manche mit Freude, manche mit Misstrauen, manche bemerken es gar nicht. Das es aber passiert, ist nicht zu leugnen und dabei stellt sich unmittelbar die Frage: Was bedeutet diese Entwicklung für den Patienten? Und was bedeutet sie für den Arzt? Weiterlesen

Praktisch: Blutzuckermessung mit dem Handy

Zur Blutzuckermessung verwende ich weiterhin mein Flash Glucose Monitoring-System, das ja in der Regel sehr zuverlässige Werte erbringt. Mithilfe eines Sensors kann ich meine Blutzuckerwerte aus einem Chip ablesen, der gewöhnlich in den Oberarm implantiert wird. Was ich aber neu entdeckt habe, ist die Blutzuckermessung mit dem Handy. Hierzu muss das Handy die Funktion Near Field Communication (NFC) besitzen – eine Funktechnik, mit der sich Daten auf kurzem Wege übertragen lassen. Passenderweise funktionierte gerade jetzt mein altes Handy nicht mehr, so dass ich ein Handy mit „NFC“ kaufte. Jetzt kann ich meinen Blutzucker einfach mit dem Handy messen, die Genauigkeit ist gleich mit dem Messgerät. Finde ich super, da man das Handy ja sowieso meistens dabei hat.

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Was Börsenkurse mit der automatischen Bauchspeicheldrüse zu tun haben

Die automatische Bauchspeicheldrüse: Ein Gerät, das völlig nebenbei und unauffällig für eine perfekte Stoffwechseleinstellung sorgt und somit den Betroffenen Stunde für Stunde, Tag für Tag, viel Arbeit abnimmt, das klingt nach einem Traum. Aber ist dieser vielleicht schon bald Realität? Weiterlesen

Dem Diabetes davonlaufen – jeder ist gefragt, auch Sie!

Prävention ist zwar in den Praxen, jedoch noch nicht im Alltag angekommen.  Das Projekt „Dem Diabetes davonlaufen– 10.000 Schritte mit dem Ankerprinzip“ soll dies ändern. Es ist ein App-basiertes, neues Präventions-Produkt, welches den Großteil der Bevölkerung erreichen soll.

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Senkrecht oder schräg, je nach Geschmack!

Wie kommt eigentlich das Insulin der Insulinpumpe in das Unterhautfettgewebe? Diese Frage beschäftigte mich zu Anfang meines neuen Lebens mit Insulinpumpe. Zunächst besaß ich eine Kanüle, die senkrecht durch die Haut stach. Sie hatte eine praktische rosa Stechhilfe am Katheter, sodass sich die Nadel recht schmerzfrei einführen ließ. Dennoch hatte ich mit der senkrechten Einstich-Variante meine Probleme.

Meine Zuckerwerte schossen plötzlich in diese Höhe  – sogar im Ketonbereich! Ketone kommen frei, wenn der Körper Fettgewebe abbaut um die Energieversorgung zu sichern. Im Ernstfall können sie das Blut übersäuern und ein lebensgefährliches diabetisches Koma auslösen. Es war, als würde das Insulin gar nicht in meinem Körper ankommen. Der Gedanke machte mir Angst. Mein Vertrauen in die Insulinpumpe war dahin. obwohl ich verschiedene Nadel-Längen ausprobierte, kam ich bei allen zum gleichen Ergebnis.

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Krankenhausinformationssysteme – Beobachtungen eines PC-Freaks

Von Jonas Kortemeier

Als frischer Assistenzarzt hat man viel zu lernen. Neben einer riesigen Menge an organisatorischen Dingen, Abläufen, Strukturen und den Unterschieden der vor Ort praktizierten Medizin im Vergleich zur Lehrmeinung an der Uni gilt es möglichst schnell Praxiswissen zu erlangen und ein bisschen weniger überfordert zu sein. Dazu kommt dann noch ein enormer Berg an geradezu wahnsinnigem Dokumentationsaufwand. Als PC-erfahrener Jungspund dachte ich, dass ich zumindest für die Rechner-gebundenen Aufgaben nicht mehr Zeit als nötig verlieren würde. Schief gewickelt.

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