„Fruchtbare“ Interaktion – Apps für Gestationsdiabetes

Hier auf dem Kongress war auch der Gestationsdiabetes ein Hot Topic, das den Saal am Freitagnachmittag zum Überlaufen brachte. Unter dem Thema „Schwangerschaft und Technologie“ hat uns Dr. Bernhard T. Gehr einen spannenden Einblick in die Nutzung von Apps bei Gestationsdiabetes gegeben.

Das Smartphone ist heute der ständige Begleiter und somit ein vielversprechender Zugang zum Patienten. Es gibt inzwischen schon etwa 100 Apps für Diabetes-Patienten, die beispielsweise die Dokumentation der Blutzuckerwerte und der Mahlzeiten erleichtern oder zur mehr Bewegung motivieren. Auch Apps für die gezielte Information der Patienten sind auf dem Vormarsch. Weiterlesen

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Schwangerschaftsdiabetes: Vorbeugen statt Therapieren!

Laut Statistik ist jede zweite Frau in Deutschland übergewichtig. Dies betrifft nicht nur ältere Damen, sondern auch eine wachsende Anzahl an jungen Frauen, die unter Umständen gerade dabei sind, ihre Familienplanung in die Tat umzusetzen. Im Jahr 2014 hatte die durchschnittliche werdende Mutter einen Body Mass Index von 28, 5 Prozent. Vier Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 27,8. Das Übergewicht der Mutter verdoppelt das Fehlbildungsrisiko beim Nachwuchs und die erhöht die Gefahr aus einen Schwangerschaftsdiabetes: Dieser kann zu Komplikationen in der Schwangerschaft und bei Geburt führen, steigert das Risiko für Schwangerschaftshochdruck und fördert das übermäßige Wachstum des ungeborenen Kindes. Außerdem erhöht Gestationsdiabetes das Risiko, dass Mutter und Kind später an einem Typ-2-Diabetes erkranken.

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Geburtsgewicht zu hoch: mütterliche Lipide in der Schwangerschaft im Visier

von Carina Zwafink

Prof. Schäfer-Graf gab einen guten Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema der maternalen Lipide während der Schwangerschaft und die Auswirkungen auf das Wachstum der Kinder. Weiterlesen

Gewichtsmanagment in der Schwangerschaft: Was Venus von Willendorf und unsere Hände damit zu tun haben

von Carina Zwafink

Als Letzter der Sitzung „Therapie des Typ-1 und -2 Diabetes in der Schwangerschaft“ referierte Prof. Kainer über das Gewichtsmanagement von adipösen Schwangeren und Schwangeren mit Anorexia nervosa.

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Insulinresistente Mutter bedeutet „hirnresistentes“ Kind

Von Nikolaos Perakakis

In einer sehr gut besetzen Session wurden am Freitagnachmittag verschiedene Aspekte im Bereich der Prognose, Diagnostik und Therapie des Gestationsdiabetes diskutiert.Das Highlight dieser sehr interessanten Sitzung war die Vorstellung der Daten aus der Uniklinik Tübingen über die funktionelle Änderungen des Gehirns bei Kindern insulinresistenter Mütter.

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Durch eine sehr anspruchsvolle Methode mit magnetoenzephalographischen Kontrollen des Fötus während der Schwangerschaft konnte erstmals demonstriert werden, dass die Fetten insulinresistenter Mütter eine deutlich verlangsamte Hirnreaktion postprandial zeigen. Dieses Ergebnis deutet, dass die zentralnervöse Insulinresistenz und ein beeinträchtigter peripherer Glukosestoffwechsel bereits während der fetalen Entwicklung programmiert werden könnten.
Für Prof. Dr Fritsche gilt es nun die nächste wichtige Frage zu beantworten: Kann Diät oder Insulintherapie die beinträchtige fetale Hirnfunktion bei Gestationsdiabetes erneut ändern? Wünschenswert wäre es.

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