Weg von der Projektitis!

Und hin zu Strukturänderungen – dies fordert Dr. Dietrich Garlichs in seinem Vortrag zum Thema „Von der Verhaltens- zur Verhältnisprävention – brauchen wir eine Zucker-/Fett-/Steuer?“

Für mich als hoffentlich zukünftigen Allgemeinmediziner in Mecklenburg Vorpommern ist die Fortbildung für Hausärzte am Samstag immer eines der Highlights des Kongresses, da man praktische Tipps für die Behandlung des Diabetes erfährt und einen Einblick in die neusten technischen und medikamentösen Möglichkeiten erhält. Im Saal Pfeiffer gab es am Samstag neben vielen anderen spannenden Themen wie der Therapie des Diabetes oder Neuigkeiten aus der Gesundheitspolitik auch einen interessanten Vortrag vom Geschäftsführer der Deutschen Diabates Gesellschaft, Dr. Dietrich Garlichs. Er sprach über die Prävention und erörterte die Frage, ob eine Steuer auf zucker- und fettreiche Produkte sinnvoll wäre. Weiterlesen

Weiterlesen

Diabulimie – ein Kolibri unter den Essstörungen?

Bei der Diabulimie handelt es sich um ein komplexes psychiatrisch-endokrinologisches Krankheitsbild. Insbesondere junge Mädchen, die im – ohnehin sehr fragilen — Pubertätsalter mit der Diagnose eines Typ-1-Diabetes und mit der damit verbundenen Notwendigkeit der Stoffwechselkontrolle konfrontiert werden, zeigen eine Neigung, die mit der Insulintherapie einhergehende Gewichtszunahme umgehen zu wollen („Insulin-purging“= IP). Weiterlesen

Schulkantine: Eltern und Schüler geben „mangelhaft“

Auch wenn die meisten Eltern mit dem pädagogischen Angebot an den Ganztagsschulen zufrieden sind – das Essensangebot für Schüler erntet bei der Hälfte der Erziehungsberechtigten Kritik. Das ergab eine der repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung unter mehr als 4000 Eltern schulpflichtiger Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren. Zu wenig Abwechslung, zu wenig Frische und Vitamine, so lautet das Urteil. Weiterlesen

Schlechte Parksituation für Nahrungsfette: Ist Typ-2-Diabetes eine Kalorienresistenz?

800 Kalorien pro Tag – was wie eine Crash-Diät für Magermodels klingt, soll Patienten mit Typ-2-Diabetes helfen, innerhalb einiger Wochen frei von Symptomen zu werden. Das bedeutet: Sie haben einen normalen Blutzuckerspiegel, ohne dass sie Medikamenten einnehmen oder Insulin spritzen müssen.

Schwer beladener VW-Käfer

Fotolia/Gunnar Assmy

Weiterlesen

Schwangerschaftsdiabetes: Vorbeugen statt Therapieren!

Laut Statistik ist jede zweite Frau in Deutschland übergewichtig. Dies betrifft nicht nur ältere Damen, sondern auch eine wachsende Anzahl an jungen Frauen, die unter Umständen gerade dabei sind, ihre Familienplanung in die Tat umzusetzen. Im Jahr 2014 hatte die durchschnittliche werdende Mutter einen Body Mass Index von 28, 5 Prozent. Vier Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 27,8. Das Übergewicht der Mutter verdoppelt das Fehlbildungsrisiko beim Nachwuchs und die erhöht die Gefahr aus einen Schwangerschaftsdiabetes: Dieser kann zu Komplikationen in der Schwangerschaft und bei Geburt führen, steigert das Risiko für Schwangerschaftshochdruck und fördert das übermäßige Wachstum des ungeborenen Kindes. Außerdem erhöht Gestationsdiabetes das Risiko, dass Mutter und Kind später an einem Typ-2-Diabetes erkranken.

Weiterlesen

Gekaufte Vorbilder: Nationalspieler als Werbeträger für Coca Cola und Nutella?

Nicht nur Sportfans freuen sich auf die bevorstehende Fußball-EM: Auch die Großkonzerne werfen mit Sponsorengeldern um sich, wenn es darum geht, ihre Logos möglichst prominent in das Event mit einzubinden.

Bild: Fußballer auf Kinderschokolade. Weiterlesen

Kaffeetrinken gegen Diabetes

Wer täglich 600 Milliliter Kaffee trinkt, verringert sein Risiko auf Diabetes Typ 2 um etwa 23 Prozent, im Vergleich zu Menschen, die gar keinen Kaffee trinken. Dies ergab die EPIC-Deutschland Studie mit über 42 000 Teilnehmern aus Potsdam und Heidelberg. Sie bestätigt damit ähnliche Studienergebnisse der letzten Jahre.

Frau mit 50er Frisur führt eine Tasse Kaffee zum Mund

PhotoDisc

Weiterlesen

Kuchen ohne Kohlenhydrate – Kann man das essen?

Von Silke Wunderlich

Frisch gebackener Marmorkuchen

Thieme Verlagsgruppe/Chris Meier

Neulich war ich in der Bücherei. Eigentlich halte ich nichts von Diätkochbüchern oder Diätbackbüchern, aber hin und wieder schaut man eben doch hin. Da habe ich ein Low Carb-Backbuch entdeck mit Kuchenrezepten ohne Weizenmehl und Zucker. Stattdessen standen Birkenzucker und Sojamehl, das keine Kohlenhydrate enthält auf der Liste sowie auch Sojamilch und Johannisbrotkernmehl. Zunächst war ich sehr skeptisch: Die Zutaten waren ja allesamt recht speziell und natürlich auch dementsprechend teuer. Trotzdem war ich neugierig, ob eine Kuchen, der kaum Kohlenhydrate entdeckt, tatsächlich schmecken kann. Also habe ich alle Zutaten gekauft und einen Marmorkuchen gebacken, den ich meinen Freunden und Kollegen zum Test-Essen gab. Keinem fiel auf, dass der Teig kaum Kohlenhydrate enthielt. Der Kuchen schmeckte mindestens genau so gut wie ein gewöhnlicher Marmorkuchen und ist für mich einfach Gold wert. Ich muss nicht rechnen, messen oder spritzen, sondern kann einfach essen und genießen, ohne danach ein schlechtes Gewissen zu haben. Super! Ich habe das Buch sofort gekauft und schon sehr viele Kuchen gebacken. Letzte Woche habe ich sogar Eiscreme ohne Kohlenhydrate gemacht. Ich kann es nur jedem empfehlen, der trotz Diabetes gerne nascht.

Weiterlesen

Schwankende Blutzuckerwerte können auf eine Essstörung hinweisen

Weizen macht krank, Wurst verursacht Krebs und wer Coca Cola trinkt, ist ohnehin zum Tode verurteilt: Noch nie war die Diskussion über gesunde Ernährung so präsent wie heute. Nach dem Vorbild von Lady Gaga und anderen Popstars meiden immer mehr Menschen Laktose und Gluten, obwohl bei ihnen nie eine Intoleranz festgestellt wurde. Andere setzen auf vegetarisch oder gar vegan. Anhand der Essgewohnheiten, fällt es oft nicht leicht zu erkennen, ob jemand einen eigenwilligen Ernährungsstil pflegt oder möglicherweise an einer echten Essstörung leidet.

Weiterlesen