Fortschritt Richtung Zukunft

Letztes Jahr durfte ich auf der Herbsttagung in Düsseldorf der Veröffentlichung der  Düsseldorfer Resolution beiwohnen. Inhalte der Forderungen der Truppe aus größtenteils Niedergelassenen rund um WinDiab waren unter anderem eine Überarbeitung der Lehre sowie Einrichtung von Lehrstühlen, eine angemessene Vergütung sprechender Medizin und in meinen Augen als wichtigster Punkt die Einführung eines Facharztes der Diabetologie.

Toll, wie schnell diese Punkte in Gestalt der „Task-Force Zukunft“ übernommen wurden und dass auf der Eröffnungsveranstaltung vom jetzigen Kongress Herr Prof. Gallwitz die Hauptforderungen in seinen Einführungsvortrag übernommen hat. 

Weiterlesen

Weiterbildungs-Flaute

Von Luise Poser

Seit einiger Zeit bin ich als Assistenzärztin auf einer Station eingeteilt, in der Diabetes praktische nicht vorkommt. Was tun, damit man nicht ganz aus dem Thema raus fällt und das ganze angesammelte Wissen verloren geht?

Da bleibt fast nur die Freizeit zur gezielten Weiterbildung. Sehr gut gefallen hat mir dabei das 12. Karl-Stolte-Seminar zur Pädiatrischen Diabetologie Ende Januar in Hannover. In sehr netter Atmosphäre und Umgebung gab es zahlreiche informative Vorträge zu Bewährtem, wie auch Neuem – etwa Insuline, CGM, Extremsport bis hin zur Stuhl-Transplantation bei Diabetes. In den Seminarblöcken wurde es dann noch praktischer und interaktiver. Insgesamt eine Veranstaltung, die ich immer wieder besuchen würde und nur empfehlen kann! Wer hat noch aktuelle Tipps für Fortbildungen, Kurse, Seminare, Bücher & Co zu verwandten Themen?

Weiterlesen

Jetzt anmelden für den Diabetes Kongress 2016

Langsam aber sicher geht es mit großen Schritten aufs neue Jahr zu. Höchste Zeit, sich über die Terminplanung für 2016 Gedanken zu machen. Eine Veranstaltung, die im nächsten Jahr auf jeden Fall im Kalender stehen sollte, ist der Diabetes Kongress 2016, der vom 4. bis 7. Mai in Berlin stattfindet. Weiterlesen

Die Paul-Langerhans-Vorlesung 2015

Von Christina H.

Die Epigenetik findet eher selten einen Weg in die Hausarztpraxis, in der ich arbeite. Wenn doch, dann klopft sie leise an, setzt sich auf den Besucherstuhl und sieht mich fragend an:

„Ob ich mir wohl nie überlegt hätte, was passiert, wenn meine Patienten hier und da meinen Rat befolgen und anfangen, sich zu bewegen?“. „Sie verfluchen mich? Sie müssen danach zum Orthopäden? Wechseln sie womöglich den Hausarzt? Sie decken sich zunächst mit neuen Sportsachen ein?“ „Nicht ganz. Nicht nur, jedenfalls. Das Zauberwort lautet Methylierung. Jede einzelne Sporteinheit verändert unsere Genexpressionsmuster. Individuell unterschiedlich versteht sich.“

Weiterlesen

Von Go-Gos und NO(-go)AKS

Von Christina H.

Das Symposium zur Diabetestherapie im Alter – Pragmatismus und gesunder Menschenverstand auf der einen Seite, differenzierte Betrachtungen der Therapieziele in Hinblick auf die sehr heterogene Gruppe kalendarisch älterer Patienten auf der anderen.

„Go-Gos“, jene nicht zwangsläufig lasziven, wohl aber geistig und körperlich fitten älteren Herrschaften können eher Therapieziele jüngerer Patienten anstreben. Dagegen lautet für die „No-Gos“, unsere bettlägerigen Patienten, das Ziel schlichtweg, keine „Hypos“ zu riskieren.

Weiterlesen

Mythen in der Diabetologie – viel Potenzial für Diskussionen

Von Corinna Sailer

Am Freitagnachmittag wurden im Saal „Langerhans“ Mythen der Diabetologie kritisch beleuchtet. Und so verwundert es nicht, dass diese Sitzung viel Stoff für Diskussionen bot. Alle Vorträge regten dazu an Paradigmen kritisch zu hinterfragen und für neue Ideen offen zu sein. Weiterlesen

Zukunft „Nasales Insulin“!

Von Corinna Sailer

Konventionelle Abnehmprogramme zeigen leider keine vielversprechenden Langzeiterfolge. Umso wichtiger sei es, neue Therapieansätze zu entwickeln um eine dauerhafte Reduktion der Adipositas zu erreichen und damit das Diabetesrisiko zu senken. Weiterlesen

Neuigkeiten zum Thema Diabetes Typ 1

Von Anna Bredenbröker

Natürlich war der Diabetes Typ 2 als „Volkskrankheit“ auf dem Diabeteskongress ein Thema, dem viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Mir persönlich war es jedoch auch wichtig, Neues zum Typ 1 zu erfahren. Oft fühlen sich Typ-1-Diabetiker von der breiten Masse der Menschen unverstanden – denn viele assoziieren mit „Zucker“ eben Fehlverhalten, Übergewicht und Maßlosigkeit. Dabei sind sie, im Gegenteil zu vielen
Typ -2-Diabetikern, nicht aufgrund von Fehlverhalten in Ernährung oder Bewegung für ihre Erkrankung verantwortlich, sondern eben ihre Gene. Ob eine Prävention, wie sie für den Typ 2 angestrebt wird, hier von Nutzen ist, war die große Frage der Sitzung – eine effektive Prävention gibt es nämlich bis heute nicht.

Weiterlesen