Füße, Pharma, Vielfalt: Die 8. Herbsttagung der DDG

Ein Resümee von Andreas Baier

Füße

Dass die Arbeit in der Diabetologie ein hohes Maß an Teamwork und unbedingt interdisziplinärer Zusammenarbeit bedarf, wird besonders am Beispiel des diabetischen Fußsyndroms deutlich.

Dies wurde kurzweilig und fundiert von Dr. Spraul und Kollegen dargelegt.

Eine weitere interdisziplinäre Herausforderung wurde – leider zeitgleich – im Rahmen der Vorträge „ der geriatrische Patient mit Diabetes “ vorgestellt.

Einen exzellenten Vortrag konnten die Zuhörer erleben, die bis zum letzten Beitrag von Dr. Kopf aus Hamburg ausharrten. Von der Pathophysiologie bis zu praktischen Alltagsbelangen wurde über die Problematik bei Patienten mit Demenz und Diabetes referiert.

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Bariatrischen Chirurgie: Was jeder wissen sollte

Von Mareike Hartmann

In kompakten, informativen Vorträgen wurde den Zuhörern am Samstag Vormittag der Bereich der Bariatrischen Chirurgie näher gebracht.

Im ersten Vortrag wurden die bereits am Vortag erwähnten Indikationen zur bariatrischen Chirurgie aufgegriffen, wobei betont wurde, dass in Deutschland (gerade auch im Vergleich zu vielen anderen Ländern) die Indikation viel zu spät gestellt würde, sodass bei den Patienten durch das starke Übergewicht bereits massive irreversible Schäden vorliegen.

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Diabetische Ketoazidose: Hilfe, was mache ich?!

Linnea Hevelke und Mirjam Bassy

Auf dem DDG-Symposium „Diabetische Notfallsituationen und Therapiekomplikationen“ hat Herr Haak einen sehr interessanten Vortrag über die klinisch-praktische Versorgung von Patienten mit Ketoazidose und hyperosmolarem Koma gehalten.

Angefangen von der Pathophysiologie der Ketoazidose bis hin zu konkreten Behandlungsstrategien für Typ 1 sowie Typ 2 Diabetes und im Besonderen auch für pädiatrische Diabetespatienten, hat Herr Haak die Themen sehr anschaulich dargestellt. Besonders seine strukturierten Folien waren auch für uns als Studenten sehr hilfreich, wie zum Beispiel seine Anleitung für die Abfolge der symptomorientierten Therapie der Ketoazidose:

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Typ 1 Diabetes: von der Wiege bis ins hohe Alter

Von Silke Wunderlich

Wie läuft der Diabetes Typ 1 im Laufe des Lebens ab? Drei Präsentationen sollten diese Frage beantworten.

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Es begann Professor Danne mit einer Übersichtder Möglichkeiten und Therapien für Kinder. Hier wies er vor allem auf die FRIDA-Studie hin, die zeigte, dass bei Diabetes Typ 1 weit im Vorfeld Autoantikörper nachzuweisen sind. Somit wären Ketoazidosen als Erstmanifestation durch frühzeitiges Screening vermeidbar. Hier liegt auch die größte Gefahr für Kinder. Ein Hauptanliegen von Professor Danne war, dass man den Diabetes bei Kindern genauso streng einstellt, wie bei Erwachsenen. Natürlich gelte es dabei Hypoglykämien zu vermeiden.

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Was beeinflusst unsere Ernährungsentscheidungen?

Von Anja Zietzling

Das DAG Symposium „Zentrale und periphere Appetitregulation bei Kindern und Jugendlichen“ zeigt mehrere Aspekte für unsere Ernährungsentscheidungen und die Appetitregulation des Körpers auf. Dabei geht es zum einen um den Einfluss der Genetik und Epigenetik mit verschiedenen Faktoren, wie der Methylierungsintensität von DNA Sequenzen und der Umwelt. Zum Anderen spielen auch verschiedene neuroendokrine Signale des Körpers eine Rolle, welche sich während einer Gewichtsabnahme verändern.

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Zum Ende des Tages: Der diabetische Fuß

Von Heike Rukundo

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Auf diesen Themenblock habe ich mich am meisten gefreut: Interdisziplinäre Behandlung des diabetischen Fußsyndroms und ich wurde nicht enttäuscht.

Zunächst wurde die Wichtigkeit der Schuhversorgung erläutert. Mir war noch nicht bekannt, dass der Goldstandart zur Ulcus-Heilung ein in Gips eingebetteter Fuß ist. Diese Therapie ist hochwirksam, wird jedoch aus verschiedenen, nachvollziehbaren Gründen nicht durchgeführt und interessanterweise auch von den Krankenkassen nicht bezahlt.

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Morgen geht´s weiter: Weltdiabetestag

Trotz so vieler spannender Sitzungen kann von Müdigkeit noch keine Rede sein hier in Leipzig – und das ist auch gut so. Morgen geht es nämlich schon weiter mit dem Weltdiabetestag. Von 10 bis 16 Uhr lädt die Deutsche Diabeteshilfe unter dem Motto „Gemeinsam den Diabetes anpacken“ ins Congress Center Leipzig ein. Besucher können sich zu zahlreichen Fragen rundum Diabetes beraten lassen.

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Neben Vorträgen und und Talk-Runden soll auch die körperliche Betätigung nicht zu kurz kommen: beim Diabetes-Walk können Teilnehmer im Selbstversuch unter professioneller Begleitung testen, wie weit sie ihren Blutzucker durch reine Bewegung – ganz ohne Medikamente – senken können.

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Insulinresistente Mutter bedeutet „hirnresistentes“ Kind

Von Nikolaos Perakakis

In einer sehr gut besetzen Session wurden am Freitagnachmittag verschiedene Aspekte im Bereich der Prognose, Diagnostik und Therapie des Gestationsdiabetes diskutiert.Das Highlight dieser sehr interessanten Sitzung war die Vorstellung der Daten aus der Uniklinik Tübingen über die funktionelle Änderungen des Gehirns bei Kindern insulinresistenter Mütter.

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Durch eine sehr anspruchsvolle Methode mit magnetoenzephalographischen Kontrollen des Fötus während der Schwangerschaft konnte erstmals demonstriert werden, dass die Fetten insulinresistenter Mütter eine deutlich verlangsamte Hirnreaktion postprandial zeigen. Dieses Ergebnis deutet, dass die zentralnervöse Insulinresistenz und ein beeinträchtigter peripherer Glukosestoffwechsel bereits während der fetalen Entwicklung programmiert werden könnten.
Für Prof. Dr Fritsche gilt es nun die nächste wichtige Frage zu beantworten: Kann Diät oder Insulintherapie die beinträchtige fetale Hirnfunktion bei Gestationsdiabetes erneut ändern? Wünschenswert wäre es.

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Metabolische Chirurgie – das Allheilmittel?

Von Mareike Hartmann

Eine vertiefende Diskussion zum bereits in der Pressekonferenz angeschnittenen Thema wurde im Vortrag „Pro und Contra: Metabolische Chirurgie“ geführt.

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Die bereits erwähnten Vorteile dieser Therapie (Beeindruckende Besserung eines Typ 2 Diabetes, Normalisierung zuvor pathologischer Werte, Medikamentenreduktion) wurden durch diverse Studien belegt und die Referenten waren sich einig, dass metabolische Chirurgie eine sehr effektive Therapieform darstellt und in den vorgelegten Studien besser abschneidet als konservative Therapie.

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Hypoglykämien: Der Supergau …oder doch nicht?

Von Heike Rukundo

Mit großem Interesse bin ich im Themenblock „Insulintherapie des Diabetes Mellitus Typ 2“ gelandet. Die Vorträge waren durchweg gut, am meisten hat mich jedoch der Vortrag von Herrn Kern mitgenommen, ob Hypoglykämien immer noch gefährlich seien.

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Was? Wieso? Man sollte doch bitte jegliche Hypoglykämie vermeiden. Oder?

Sehr interessant war, dass schwere Hypoglykämien das Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen verdoppeln. Auch erhöht sich das Risiko einer Demenz zu erliegen deutlich durch das Auftreten von schweren Hypoglykämien und die kognitive Leistungsfähigkeit im allgemeinen reduziert sich bei älteren Patienten mit Typ 2 Diabetes.

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