Bio oder Heavy Metal? – Bare-Metal-Stents versus bioresorbierbare Drug-Eluting-Scaffolds

Bare-Metal-Stents verbleiben dauerhaft in den Koronarien, während sich ein sogenannter bioresorbierbarer Drug-Eluting-(DE-)Scaffold, dessen Innenseite entweder mit Paclitaxel (1. Generation) oder Everolimus (2. Generation) beschichtet ist, üblicherweise binnen 12 bis 24 Monaten komplett auflöst.

Diese Fähigkeit zur kompletten Resorption soll die Restenosegefahr reduzieren. Außerdem soll die normale Gefäßmotorik so wieder hergestellt werden. Beides klingt vielersprechend!

In der Tat weist der Scaffold in Studien ein deutlich geringeres Restenose-Risiko auf. Was die Vasomotorik anbelangt, scheint er hingegen keinen Vorteil zu bringen. Zudem birgt er das Risiko einer Stentthrombose. Alles in allem ist der Erfolg der DE-Stents also keinesfalls als besser zu bewerten.

Nichtsdestotrotz dürfen – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – die Follow-up-Daten dieser recht jungen Studien mit Zurückhaltung, vielleicht sogar ein wenig Optimismus, betrachtet werden, auch wenn die DE-Stents im Vergleich zu den „älteren“ Bare-Metals – zumindest bislang – keinen eindeutigen Benefit liefern: DE-Stents stecken entwicklungsgeschichtlich noch in den Kinderschuhen und müssen sich im Alltag noch bewähren, verdienen aber dennoch – oder gerade deshalb – eine echte Chance.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.