Belebt, bunt, blumig – zur Eröffnungsveranstaltung des Diabetes- Kongress 2015

Von Nina Meyer

Drei Adjektive, die einem zum Stichwort Diabetologie wohl kaum zu allererst in den Kopf schießen. Und doch beschreiben sie recht gut die Eröffnungszeremonie zum diesjährigen Diabetes Kongress.

Eine a Capella Gesangsgruppe sorgte für musikalische Untermalung

Eine a Capella Gesangsgruppe sorgte für musikalische Untermalung

Belebt wurde die Veranstaltung allen voran durch die fabelhafte A-Capella-Gruppe „Berlin Lights“, die mit ihren Auftritten für gute Stimmung sorgten. Aber auch der Auftritt von Patientinnen – Gertraud W. und Gertraude B. Persönliche Anekdoten der Vortragenden, Videos und – zu guter Letzt – natürlich der Auftritt von Arzt und Comedian Eckart von Hirschausen trugen zur Lebendigkeit der Veranstaltung bei.

Bunt war eindeutig das vielfältige Programm: angefangen von einer allgemeinen Willkommens- und Eröffnungsrede durch Professor Norbert Stefan, gefolgt von einem inhaltlichen Überblick über den Status quo der Diabetologie 2015 – vorgestellt durch den Präsidenten der Deutschen Diabetes Gesellschaft Dr. Erhard Siegel-, über die Vorstellung der Forschungsprojekte von Prof. Dr. Andreas Birkenfeld, bis hin zur komödiantischen Darstellung von Eckart von Hirschausen zeigte sich die Eröffnung tatsächlich bunt, vielfältig und kurzweilig.

Nette Worte zwischen Kollegen, die Verleihung des Ferdinand-Bertram- Preises an Dr. Birkenfeld sowie die Gesänge über Lollipop und Chili con carne sorgten für eine blumige Atmosphäre – versinnbildlicht durch das frühlingshafte Bouquet neben dem Rednerpult.

Natürlich kam es aber auch zu ernsten Themen. Dr. Siegel stellte die fünf aktuellen Hauptpunkte der aktuellen Diabetologie-„Agenda“ vor: Sektorengrenzen abschaffen, Weiterbildung fördern, Kooperation mit Hausärzten intensivieren, die fortschreitende „Ambulantisierung“ des Fachbereichs eingrenzen und – last but not least – verstärkt Politik und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Ambitionierte Ziele für die kommenden Jahre – und Ansporn für die Teilnehmer des Kongresses.

Für einen reibungslosen und kurzweiligen Ablauf der Veranstaltung sorgte eine perfekt geplante Organisation: jeder kannte seinen Einsatz, Namensschilder Redner wurden stets pünktlich ausgetauscht und eine kleine Uhr am Rande der Bildschirmpräsentation zeigte an, wieviel Zeit dem jeweiligen Redner noch bis zum Beenden seines Vortrags verblieb. Und diese wurde punktgenau eingehalten. Versteift wirkte die Veranstaltung dadurch jedoch nicht.

Im Gegenteil: dank der Komik-Einlage von Dr. von Hirschausen entspannten sich die Muskeln der Zuhörer- alle, außer der Lachmuskeln. Laut dem Comedian die beste Methode, der Diabetes- Krankheit zuvor zu kommen.

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