Bedeutung von Insulin im Gehirn

Mich persönlich hatte besonders der Vortrag von Herrn Heni über die Bedeutung von Insulin im Gehirn interessiert. Normalerweise wird v.a. über die Wirkung von Insulin im GI-Trakt geredet, obwohl es lange bekannt ist, dass Diabetes und Gehirn zusammenhängen. In dem Vortrag von Dr. Heni, der während des Kongresses der DDG den Ferdinand-Bertram Preis erhalten hat, wurde den Teilnehmern dieses Thema näher gebracht.

Die Wirkung von Insulin im Gehirn wurde anhand einer Studie mit nasaler Insulingabe bei norm- und übergewichtigen Probanden beleuchtet. Mittels MRT konnte ihre Wirkung dosisabhängig in verschiedenen Gehirnarealen (Gyrus fusiformis, Hypothalamus, Hippocampus, Präfrontallappen) nachgewiesen werden. Es konnte gezeigt werden, dass bei insulinresistenten Probanden (=Übergewichtigen) im Gehirn keine Insulinwirkung hervorgerufen wird. Dafür wurden bei gesunden Probanden durch die nasale Applikation von Insulin der Stoffwechsel angekurbelt, die endogene Glukoseproduktion in der Leber reduziert und die Glukoseaufnahme in den Muskel stimuliert.

Das intranasal applizierte Insulin moduliert die pankreatische Insulinsekretion nur in schlanken, aber nicht in übergewichtigen Menschen.

Normalerweise kommt es durch die Nahrungsaufnahme zur Insulinausschüttung, was im Gehirn den Hypothalamus stimuliert und konsekutiv zu einer Reduktion von endogener Glukoseproduktion führt. Bei den insulinresistenten Probanden wird dafür die Glukoseproduktion stimuliert und weiter als viszerales Fettgewebe gespeichert.

Interessant zu erwähnen ist hier der Unterschied zwischen dem subkutanen und viszeralen Fettgewebe bezüglich des Risikos für den Diabetes mellitus. Das erste hat nämlich ein niedrigeres Risiko im Vergleich zum viszeralen Fettgewebe. Studien zeigen, dass die Probanden, die eine Insulinsensitivität im Gehirn zeigen, mehr subkutanes und die Resistenten mehr von dem viszeralen Fettgewebe aufweisen, was zum Diabetesprofil passen würde.

Damit wurde gezeigt, dass die Wirkung des Insulins im Gehirn extrem wichtig und sehr unterschiedlich bei adipösen und normgewichtigen Menschen ist.

Aleksandra Nowak

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