Autofahren mit Diabetes und Hyporisiko: gute Idee?

In der Sitzung „Diabetes & Autofahren“ des Ausschusses Diabetes und Soziales der DDG wurde der aktuelle Stand zur Leitlinie Diabetes und Führerschein vorgestellt. Das Thema Autofahren spielt im Alltag von betroffenen Patienten eine große Rolle.

Leuchtende Verkehrsampel

Quelle: ccvision

Selten finden sich aber Antworten in Lehrbüchern oder auf Fortbildungsveranstaltungen. Leitlinien anderer Länder können aufgrund der unterschiedlichen Rechtslage und Realität des Straßenverkehrs nicht auf Deutschland übertragen werden. Auf dem letztjährigen Diabeteskongress begann deshalb eine Leitliniengruppe des Ausschuss Soziales mit der Planung und Erstellung einer S2e-Leitlinie. Neben der Gefahr von Hypoglykämien und einer adäquaten Hypoglykämiewahrnehmung ist auch die Fahreignung bei diabetischen Folgeschäden am Auge oder den Nerven sowie bei diabetes-assoziierten Begleiterkrankungen wie z. B. des Herz-Kreislauf-Systems oder Depression, Demenz und dem Schlaf-Apnoe-Syndrom in den Leitlinien thematisiert. Entsprechende altersspezifische Empfehlungen sowohl für Jugendliche und junge Erwachsene als auch Patienten in höherem Lebensalter werden gegeben. Die Aufklärung des Patienten hinsichtlich der potentiellen Gefahren im Straßenverkehr muss durch den behandelnden Arzt erfolgen und entsprechend in der Patientenakte dokumentiert werden.

Eine Leitlinie zu diesem wichtigen Thema ist unerlässlich und ich bin daher auf die finale Fassung gespannt, die bis zur diesjährigen DDG-Herbsttagung angestrebt wird.

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