Stationäre oder ambulante Pumpeneinstellung?

Hat man dann die Pumpe genehmigt bekommen, dann stellt sich die Frage, ob man sein Leben mit der Pumpe stationär oder ambulant beginnen möchte.

Für beide Optionen gibt es sehr gute Argumente:

Im stationären Bereich wird mach intensiv und ausführlich geschult. Ausgebildete Ärzte und Pfleger erklären Funktion und Umgang mit der Pumpe von Anfang an und man kann beliebig viel nachfragen. Es gibt einem einfach mehr Sicherheit, dass geholfen wird, wenn das neue „Accessoire“ mal piepst oder sich beschwert. Die Vorteile der Pumpe muss man auch erst kennen lernen. Die erhöhte Basalrate zum Beispiel, die kannte ich nicht von meiner intensivierten Insulintherapie. Außerdem stärkt es die eigene Sicherheit,  wenn man Menschen gibt, die die gleichen Probleme und Fragen hat, wie man selbst.

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Praktisch: Blutzuckermessung mit dem Handy

Zur Blutzuckermessung verwende ich weiterhin mein Flash Glucose Monitoring-System, das ja in der Regel sehr zuverlässige Werte erbringt. Mithilfe eines Sensors kann ich meine Blutzuckerwerte aus einem Chip ablesen, der gewöhnlich in den Oberarm implantiert wird. Was ich aber neu entdeckt habe, ist die Blutzuckermessung mit dem Handy. Hierzu muss das Handy die Funktion Near Field Communication (NFC) besitzen – eine Funktechnik, mit der sich Daten auf kurzem Wege übertragen lassen. Passenderweise funktionierte gerade jetzt mein altes Handy nicht mehr, so dass ich ein Handy mit „NFC“ kaufte. Jetzt kann ich meinen Blutzucker einfach mit dem Handy messen, die Genauigkeit ist gleich mit dem Messgerät. Finde ich super, da man das Handy ja sowieso meistens dabei hat.

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Kuchen ohne Kohlenhydrate – Kann man das essen?

Von Silke Wunderlich

Frisch gebackener Marmorkuchen

Thieme Verlagsgruppe/Chris Meier

Neulich war ich in der Bücherei. Eigentlich halte ich nichts von Diätkochbüchern oder Diätbackbüchern, aber hin und wieder schaut man eben doch hin. Da habe ich ein Low Carb-Backbuch entdeck mit Kuchenrezepten ohne Weizenmehl und Zucker. Stattdessen standen Birkenzucker und Sojamehl, das keine Kohlenhydrate enthält auf der Liste sowie auch Sojamilch und Johannisbrotkernmehl. Zunächst war ich sehr skeptisch: Die Zutaten waren ja allesamt recht speziell und natürlich auch dementsprechend teuer. Trotzdem war ich neugierig, ob eine Kuchen, der kaum Kohlenhydrate entdeckt, tatsächlich schmecken kann. Also habe ich alle Zutaten gekauft und einen Marmorkuchen gebacken, den ich meinen Freunden und Kollegen zum Test-Essen gab. Keinem fiel auf, dass der Teig kaum Kohlenhydrate enthielt. Der Kuchen schmeckte mindestens genau so gut wie ein gewöhnlicher Marmorkuchen und ist für mich einfach Gold wert. Ich muss nicht rechnen, messen oder spritzen, sondern kann einfach essen und genießen, ohne danach ein schlechtes Gewissen zu haben. Super! Ich habe das Buch sofort gekauft und schon sehr viele Kuchen gebacken. Letzte Woche habe ich sogar Eiscreme ohne Kohlenhydrate gemacht. Ich kann es nur jedem empfehlen, der trotz Diabetes gerne nascht.

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Senkrecht oder schräg, je nach Geschmack!

Wie kommt eigentlich das Insulin der Insulinpumpe in das Unterhautfettgewebe? Diese Frage beschäftigte mich zu Anfang meines neuen Lebens mit Insulinpumpe. Zunächst besaß ich eine Kanüle, die senkrecht durch die Haut stach. Sie hatte eine praktische rosa Stechhilfe am Katheter, sodass sich die Nadel recht schmerzfrei einführen ließ. Dennoch hatte ich mit der senkrechten Einstich-Variante meine Probleme.

Meine Zuckerwerte schossen plötzlich in diese Höhe  – sogar im Ketonbereich! Ketone kommen frei, wenn der Körper Fettgewebe abbaut um die Energieversorgung zu sichern. Im Ernstfall können sie das Blut übersäuern und ein lebensgefährliches diabetisches Koma auslösen. Es war, als würde das Insulin gar nicht in meinem Körper ankommen. Der Gedanke machte mir Angst. Mein Vertrauen in die Insulinpumpe war dahin. obwohl ich verschiedene Nadel-Längen ausprobierte, kam ich bei allen zum gleichen Ergebnis.

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Fliegen mit der Insulinpumpe

Von Silke Wunderlich

Ein neues Abenteuer mit meiner Insulinpumpe war der erste Flug in den Urlaub. Damit ich Pumpe, Insulin und Zubehör durch die Sicherheitskontrollen zu bekam, hatte mein Diabetologe mir eine Bescheinigung ausgestellt. Nachdem ich meine Pumpe zuletzt mit in den MRT getragen hatte, befürchtete ich, dass es bei den Security Checks am Flughafen wieder Probleme geben könnte.

Girl at the airport window

Fotolia/Happy Alex

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Niemals mit der Insulinpumpe ins MRT!

Diesen Ratschlag hört man in der Schulungen für Insulinpumpen, doch im Notfall ist es schwer an alles zu denken…

Als Assistenzärtin war es meine Aufgabe einen Patienten ins MRT zu begleiten. Vor dem MRT haben wir alle Sachen abgelegt, die nicht MRT-tauglich sind. Plötzlich ging es dem Patienten schlecht und ich musste notfallmäßig ins MRT. Na ja, ich hatte alles abgelegt, außer meine Insulinpumpe, die ich ungefähr 4 Wochen hatte und die ich in eine Innentasche gesteckt hatte.

Dem Patienten ging es schnell wieder besser. Meine Pumpe hat die Bestrahlung nicht so gut vertragen. Klar hat man das in der Schulungen gehört, aber in Notfällen daran auch noch zu denken. Freundlicherweise gab meine Pumpe noch einen letzten Alarm, dass sie jetzt ihre Funktion einstellt, bevor sie endgültig den Geist aufgab. Glücklicherweise hatte ich noch Insulin, dass ich mir erst mal ein Basalinsulin gespritzt habe. Anschließend habe ich die Hotline meiner Pumpe angerufen. Die Mitarbeiter dort sind sehr freundlich. Am nächsten Tag habe ich eine neue Insulinpumpe bekommen. Die eine Nacht habe ich mit ICT überbrückt. Danke den freundlichen Servicemitarbeitern.

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Insulinpumpe – aber wohin?

26Das Tragen einer Insulinpumpe ist wie mit einem Handy oder Portmonee: Männer haben es leicht. In der Hosentasche ist der kleine Apparat bestens aufgehoben. Hier hat man auch den direkten Zugriff, wenn man einen Bolus abgeben möchte. Allerdings, was macht man mit der Pumpe, wenn man eine enganliegende Damenhose mit kleinen Taschen trägt, wenn man ein Klein oder einen Rock tragen möchte? Weiterlesen

Wie sicher ist eigentlich unsere Therapie?

Mit diesem Thema beschäftigten sich vier Dozenten.

Im ersten Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. Forst aus Mainz ging es um die Sicherheit von Sulfonylharnstoffe. Dieser zeigte auf, dass die Sulfonylharnstoffe den Blutzucker gut senken, allerdings nur temporär, also ca. 6 bis 24 Monate, dann sei die Wirkung nicht mehr so gut. Insgesamt verschlechtert sich der Proinsulinspiegel, das viszerale Fett und das Gewicht steigen, es besteht eine Hypoglykämiegefahr und die Gegenregulation vermindert sich. Viele Daten und Metaanalysen zeigen, dass die Mortalität durch Sulfonylharnstoffe steigt. Herr Prof. Dr. med. Forst schließt mit den Worten, dass diese Medikamentengruppe heute nicht mehr zugelassen würden, allerdings aus ökonomischen Gründen dennoch oft verschrieben werden, allerdings immer weniger.

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