Enteroviren und Typ 1 Diabetes

In seinem Vortrag „The insulin granule as a key target of autoimmunity in type 1 diabetes“ ging K. Knoch (DZD Deutsches Zentrum für Diabetesforschung) auf die Korrelation von Enteroviren und Typ-1-Diabetes mellitus ein.

Eine Korrelation zwischen Enteroviren und Typ-1-Diabetes steht momentan unter Diskussion: Im Menschen könne der Enterovirus nicht im exogenen Gewebe replizieren, daher bliebe nur die β-Zellen.

Die Coxsackieviren B (CVBs) gehören zu den möglichen Umweltfaktoren, die an der Pathogenese des Typ-1-Diabetes beteiligt sind. Faktoren der cap-unabhängigen Übersetzung in β-Zellen spielen auch bei der Translation von Insulingranulatkomponenten eine Rolle. Insbesondere die CVB-Infektion von β-Zellen reduziert stark die Speicherung und Freisetzung von Insulingranulaten.

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Mechanismen der Immuntoleranz erforschen und diese wiederherstellen

Die Vision des Hemholtz Zentrums (München): Mechanismen der Immuntoleranz erforschen und diese wiederherstellen. In der Session „Typ-1-Diabetes“ und Ihren Vorträgen ging Frau Dr. Daniel auf diese Vision ein.

„Immunmodulation in Typ-1-Diabetes: Welche Voraussetzungen benötigt eine „Diabetesimpfung“?“ Die Entstehung von Diabetes Mellitus Typ 1 (T1DM) ist ein Komplex aus 3 verschiedenen Phasen mit progredienter Abnahme der β-Zellen.
Phase 1: genetisches Risiko und Umweltfaktoren; Phase 2: präsymptomatische Phase mit Inselautoantikörpern und Phase 3: symptomatische Glukose-Intoleranz.

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Nachwuchs fördern – Diabetologie attraktiv machen

Betrachtet man die aktuellen Zahlen der Diabetes-Erkrankten in Deutschland (ca. 6,5 Mio. Menschen) und die Inzidenz der Diabetes wird klar: Diabetologen werden jetzt und in Zukunft gebraucht. Frau Prof. Schürmann engagiert sich in der Nachwuchsförderung in der Diabetologie. Auf der heutigen Pressekonferenz ging sie auf das Stipendiaten- und Mentoring-Programm der DDG und anderen Arbeitsgruppen ein, um Nachwuchs zu gewinnen.

Mittlerweile existiert das Stipendiatenprogramm seit 12 Jahren – zu Beginn wurden „nur“ Reisestipendien vergeben. Seitdem ist das Stipendiatenprogramm stetig gewachsen. 2013 kam zum Stipendiaten- das Mentoring-Programm hinzu. Hier stehen euch Professoren und Ärzte aus Schwerpunktpraxen und der Industrie für Fragen zur Verfügung. Sie wollen euch einen Überblick über die Erkrankung Diabetes mellitus geben, über die verschiedenen Karrieremöglichkeiten informieren und vieles mehr.

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Praxisdialog Ernährung – rund ums Thema Alkohol, n-3-Fettsäuren und Hafertage

Für Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 ist Ernährung ein wichtiger Grundfeiler in der Therapie. Im Praxisdialog „Ernährung“ ging es um Empfehlungen zum Alkoholkonsum, zu n-3 Supplementen und die Wirksamkeit von Hafertagen.

Wer trinkt nicht gerne mal ein Glas Wein oder Bier? Der durchschnittliche Verzehr der Männer liegt dabei sogar bei 12l Bier/Person/Woche – und liegt damit deutlich über den Empfehlungen von 20g Alkohol/d (Frauen 10g/d). Wie sieht das ganze bei Menschen mit Diabetes mellitus aus? Ein moderater Alkoholkonsum scheint keinen Bezug zum nachfolgenden Blutzucker zu haben. Und bei Hypoglykämien? Der Abbau von Alkohol hemmt die Gluconeogenese (hierfür benötigtes NAD+ – Umwandlung von Malat zu Oxalacetat – wird für den Alkoholabbau in der Leber benötigt). Wird der Alkohol zur Mahlzeit zu sich genommen, muss sich anscheinend keine Sorgen um ein Hyporisiko gemacht werden – bei Nüchternheit hingegen erhöht sich Risiko gering. Glucagon hilft hier nicht! Studien zeigen auch, dass ein moderater Alkoholkonsum (10g Männer; 5g Frauen) positive Effekte auf das Diabetesrisiko hat.

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Diabetes mellitus: Depression und Diabetes Distress

Depression ist eine häufige Komorbidität des Diabetes mellitus: Sie geht mit einer schlechteren Lebensqualität, höheren Gesundheitskosten, einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von diabetesbezogenen Komplikationen und erhöhten Mortalitätsraten einher. Der Vortrag hatte das Motto „Depression und Diabetes – Immer noch eine unheilvolle Kombination“.

Inzidenz einer Depression bei Diabetes Mellitus
Die Heinz-Nixdorf-Recall Studie untersuchte das 10-Jahres-Risiko bei Menschen mit Diabetes (diagnostiziert und nicht diagnostiziert) eine Depression zu entwickeln – verglichen mit Menschen ohne Diabetes. Erklärungsansätze für Komorbidität und longitudinale Studien sind selten, oft mit widersprüchlichen Ergebnissen. Die Ergebnisse der Studie liegen zwar mittlerweile vor, müssen aber noch weiter diskutiert werden. Es scheint allerdings keine erhöhte Inzidenz gegenüber Menschen ohne Diabetes bei baseline zu geben – interessant: dieser Effekt ist bei Männern möglicherweise ausgeprägter.

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Rund um Typ-2-Diabetes

Die 2. Tageshälfte des gestrigen Nachwuchstages befasste sich mit dem Diabetes mellitus Typ 2. Zunächst wurde die Epidemiologie des Diabetes mellitus in Deutschland und Global – insbesondere dessen Inzidenz bis zum Jahr 2040 betrachtet. Erschreckend: Prognosen des Jahres 2003 zufolge sind 2025 333 Mio. Menschen an Diabetes erkrankt. Diese Zahl wurde bereits 2011 mit 366 Mio. Erkrankten deutlich überschritten. Auch wenn ein weiterer Anstieg schwer zu verhindern ist, so kann doch mit der Primärprävention (u.a. durch Hochrisikointervention und Populationsweite Intervention) großer Einfluss auf die Inzidenzrate genommen werden.

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Reisestipendiaten: Auch als Blogger unterwegs auf dem Kongress

Auch dieses Jahr vergab die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im Rahmen des DDG Kongresses mehr als 120 Reisestipendien an den diabetologischen Nachwuchs.

Bewerben konnten sich Studierende der Medizin und Naturwissenschaften, der Psychologie mit diabetischem Schwerpunkt und Assistenzärzte und -ärztinnen (bis 35 Jahre). Auch Erstautorinnen und -autoren eines wissenschaftlichen Abstracts hatten die Gelegenheit ein Reisestipendium zu erhalten.

Geboten wird ein Stipendium in Höhe von 400€ und freier Eintritt zum Kongress. Durch erfahrene Mentorinnen und Mentoren werden die Stipendiaten in den Ablauf und das Programm des Kongresses eingeführt. In eigenen Workshops wird auf wissenschaftliches Arbeiten, das Halten von Fachvorträgen und die Beantragung von Fördermitteln eingegangen. Der Kongress bietet den Teilnehmenden eine ideale Plattform zum Vernetzen und zum Eintauchen in die facettenreiche Fachrichtung der Diabetologie.

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Start des 54. DDG Kongresses in Berlin

Unter dem Motto „Diabetes – nicht nur eine Typ-Frage“ startete heute die 54. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Vom 29. Mai bis 1. Juni zieht die Tagung im CityCube in Berlin wieder rund 6000 klinisch tätige und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Forschende und nichtärztliche Mitglieder des Diabetes-Behandlungsteams an.


Der Themen-Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf einer möglichen Revision der klassischen Diabetes-Typ-Einteilung und genderbezogenen Aspekten (Unterschiede der Risikofaktoren und Komplikationen zwischen Männern und Frauen), aber auch Umweltfaktoren, psychosoziale Aspekte und die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes mellitus stehen im Mittelpunkt dieses Kongresses.

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DDG Medienpreise auf der Eröffnungsveranstaltung vergeben – Neu in diesem Jahr: Kategorie Online

Diabetes, die Diagnose und die Therapie so zu erklären, dass jede und jeder es versteht, das ist nicht so einfach. Journalistinnen und Journalisten, die sich mit Gesundheitsthemen wie Diabetes befassen, haben diese Leistung zu vollbringen und tragen damit auch eine große Verantwortung. Es wird viel geschrieben, gedreht, gesendet zur „Zuckerkrankheit“ – manches ist okay, manches so lala, anderes herausragend gut. Genau um letzteres geht es bei den jährlich vergebenen DDG Medienpreisen, die stets auf der Diabetes Herbsttagung vergeben werden. Bislang gab es drei Kategorien: Print, TV und Hörfunk. Neu dabei: Online – denn hier passiert immer mehr, was sich sehen lassen kann…
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Reisestipendiaten bloggen wieder für den DDG Blog

Auch in diesem Jahr hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft anlässlich der Diabetes Herbsttagung wieder Reisestipendien an den diabetologischen Nachwuchs vergeben: Fast 40 Reisestipendiaten dürfen an dem Nachwuchsförderungsprogramm der DDG teilnehmen. Bewerben konnten sich Medizinstudenten, Psychologiestudenten mit diabetesbezogenem Schwerpunkt und Assistenzärzte bis 35 Jahre. Weiterlesen