Ärztinnen und Ärzte als Grenze der Digitalisierung?

Seit Ende 2019 das Digitale Versorgungsgesetz in Kraft getreten ist, haben Patientinnen und Patienten den Anspruch auf digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), welche von den Krankenkassen erstattet werden. Voraussetzung um als erstattungsfähige DiGA in einem Verzeichnis gelistet zu werden, ist das Durchlaufen eines Prüfverfahrens des Bundesministeriums für Arzneimittel und Medizinprodukte. Dieses Verfahren prüft nicht nur Produkteigenschaften und Datensicherheit, sondern auch den Nachweis eines positiven Versorgungseffektes. (https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Aufgaben/DiGA/_node.html)

Im Digitalisierungs- und Technologiereport 2021 (https://www.dut-report.de/digitalisierungsreport-2021/) wurden Ärztinnen und Ärzte nach der Bedeutung von Diabetes Apps gefragt und rund 30% schätzten diese aktuell als bedeutsam ein. Eine Verbesserung der Diabetesversorgung durch „Apps auf Rezept“ sehen nur rund 25% der Befragten, hingegen glauben 42,9% an keine Verbesserung. 
Bei den Patientinnen und Patienten hielten 51, 3% Diabetes-Apps als bedeutsam. Hier ist eine Abstufung zwischen Eltern von Kindern mit Diabetes (56,5%), Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes (53%) und Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes (44,4%) zu sehen. Einigkeit besteht in der Zunahme der Bedeutung von Apps in den nächsten 5 Jahren. 

Der Report verdeutlicht die Diskrepanz zwischen Patienten und Ärzten. Dies soll kein Appell nach der Maxime „Zuerst Digitalisierung und danach die Bedenken“ sein, vielmehr soll dies zeigen, dass die Wünsche der Betroffenen nach Digitalisierung real sind und wir in der Verantwortung sind zu handeln. 

Maxi Pia Bretschneider

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