Adipositas und metabolische Chirurgie: Was ist das?

Die Adipositas-Chirurgie beinhaltet bariatrische Operationen, die dem Patienten mithilfe eines Magenbypasses oder eines Magenschlauchs ermöglichen, enorm an Körpergewicht zu verlieren und seinen BMI zu reduzieren. Diese ist nach wie vor die Therapie der Wahl bei morbider Adipositas. Weitere Indikation sind Patienten mit Adipositas Grad III und Adipositas Grad II, bei denen Folge- und Begleiterkrankungen vorliegen (z.B. Hypertonie und Diabetes) und diese mit ausgeschöpfter intensiver konservativer Therapie keine weiteren Fortschritte mehr erzielen können.

Die metabolische Chirurgie ist definiert als gewichts(un)abhängige Chirurgie mit dem Ziel der Besserung von Dyslipidämie, Hypertonie, Diabetes und Adipositas. Diese kann sogar bei Patienten mit schlecht einstellbaren Diabetes mellitus Typ 2 im Einzelfall mit einem BMI von 30-35kg/m2 indiziert sein. Der Magenbypass hat einen größeren positiven Effekt auf den HbA1c und auf die Reduktion in der Einnahme von Antidiabetika, als der Magenschlauch. Wobei aber beim Magenbypass nur noch eine nutrive Minimalabsorption möglich ist und beim Schlauchmagen ein Restmagen erhalten bleibt. Deshalb ist es nicht möglich ein pauschales Verfahren zu empfehlen. Jede Verfahrenswahl sollte unter Berücksichtigung von BMI, Beruf, Alter, Geschlecht, Komorbiditäten, Compliance und Adhärenz erfolgen. Die Risiken der Operation sind überschaubar. Dennoch ist eine Langzeitbegleitung vor und nach dem Eingriff erforderlich. Denn „Der dicke Dicke wird zum dünnen Dicken“ (4 D-Regel). Weshalb eine interdisziplinäre Nachsorge obligat für eine erfolgreiche metabolische Therapie ist.

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