Adhärenz – one size fits all?

Therapeutische Trägheit: Circa 50 Prozent der Ursachen/Gründe liegen auf Seiten der Behandler, 30 Prozent auf Seiten der Patienten und 20 Prozent auf Seiten der Praxisorganisation. Eine beeindruckende Aussage!

Im Praxisalltag erlebt man oft, dass die Behandlung nicht den Weg nimmt, den man sich vorstellt. Es soll mit einer Lebensstil-Modifikation begonnen werden, was bei der Mehrheit nicht funktioniert und erst dann geht es los mit einer großen Palette an Medikamenten. Die Realität sieht umgekehrt aus.

Wie erreiche ich es, dass Menschen mit Diabetes ihren Lebensstil ändern? Nicht, weil der Diabetologe es möchte, nicht, weil der Termin morgen ist, nicht, weil er/sie sonst Ärger bekommt, nicht, weil die Diabetesberaterin das Tagebuch sehen wird, sondern nur für sich selbst! Die Lösung hier lautet partizipative Entscheidungsfindung, wo der Mensch mit Diabetes und das Diabetesteam über die verschiedene Behandlungsoptionen in einem Dialog sind und dann wird eine Entscheidung getroffen.

Die Vortragenden konnten einen super und gut strukturierten Überblick geben von dem aktuellen Stand der Therapieadhärenz, Erkennung von Barrieren, Analyse von Faktoren bei Non-Adhärenz und sogar eine starke Kritik zu den entsprechenden Leitlinien.

Dieser Vortrag bringt mich dazu meine Vorgehensweise zu hinterfragen, neue Wege zu suchen und hat mir einen Leitfaden gegeben, wie wir die therapeutische Trägheit im vollen Umfang zu einem therapeutischen Erfolg umwandeln können.

  Problem: Therapeutische Trägheit – Clinical inertia (Votrag Dr. Kulzer)
 Lösung: Partizipative Entscheidungsfindung (Vortrag Dr. Petrak)

Elena Lalama

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