A world without 1…?!

Am schönsten sind Träume, wenn sie in Erfüllung gehen – und wer weiß, vielleicht dauert es nicht mehr lang bis der Typ-1-Diabetes nur noch in Geschichtsbüchern und nicht mehr als ständiger Begleiter von großen sowie vielen kleinen Patienten vorkommt.

Dr. P. Achenbach aus München berichtete über den aktuellen Stand zur Typ-1-Diabetes-Prävention im DDG Symposium „Perspektiven bei Typ-1-Diabetes“.

In Deutschland und weltweit werden Säuglinge und Kleinkinder im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen auf präsymptomatische Stadien des Typ-1-Diabetes gescreent – mit dem primären Ziel die Familien aufzuklären, zu schulen und schwerwiegende Komplikation bei Diagnose (Ketoazidose) zu verhindern. In darauf aufbauenden Interventionsstudien wird zudem versucht mithilfe von oralem Insulin den Krankeitsprogress zu verzögern bzw. zu stoppen. Hiermit soll eine Toleranz gegenüber dem wichtigen Antigen Insulin erreicht werden. Neue Erkenntnise aus der Allergieforschung bei Erdnussallergie konnten mithilfe von oraler Antigenexpostion hierzu überzeugende Ergebnisse zeigen.

Es wäre ein unvorstellbarer Erfolg, wenn durch diese Intervention Typ-1-Diabetes gestoppt werden könnte. Nichtsdestotrotz sollte man die Bedeutung der frühzeitigen Diagnose für die Familien und kleinen Patienten auch kritisch hinterfragen – würden so nicht vermeintliche gesunde Kinder als krank stigmatisiert?

Anja Bartneck & Clais Findeisen

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