Orale Antidiabetika: Mehr als nur Blutzucker und Gewicht

Orale Antidiabetika (OADs) senken in der Behandlung des Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzuckerspiegel und im besten Falle das Gewicht, sondern einige Substanzen haben zudem positive und hochinteressante Auswirkungen auf das kardiovaskuläre Outcome.
Mit diesem Wissen aus der Uni haben wir uns am Donnerstag auf den Weg zum Sitzungssaal „van Noorden“ in der obersten Etage der beeindruckenden Hamburger Messehallen gemacht, um die Veranstaltung „CVOTs in der Diabetologie“ zu besuchen. Weiterlesen

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Stressdiabetes als Ăśberlebensvorteil

26. Mai 2017 Privatdozent Dr. Michael Haap

Als wir am Freitag um kurz vor 12 den Sitzungssaal „Pfeiffer“ durch den Vordereingang betreten wollten, schĂĽttelte die nette DDG-Helferin schon lachend den Kopf. „Versucht es am besten gleich am Hintereingang.“ Dort angekommen steckten wir vorsichtig den Kopf durch die TĂĽr und merkten schnell: Dieses Thema scheint nicht nur uns, sondern auch die Menge zu interessieren. GlĂĽcklicherweise konnten wir noch einen Stehplatz in der letzten Reihe ergattern. Weiterlesen

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Teaching is treatment

Unter diesem Motto stellte Professor Kulzer aus Bad Mergentheim das Thema „Wertigkeit von Schulungen im internationalen Vergleich“ vor.

In dem gut gefĂĽllten Sitzungssaal Stolte ging es am Donnerstag um das wichtige Thema der Schulungen. Nachdem ich noch einen der begehrter Plätze auf dem Boden in einem sonst restlos gefĂĽllten Saal ergattertert hatte, begann ein spannender Einblick in die Geschichte der Diabetesschulung in Deutschland. Obwohl der Diabetes schon in der Antike bekannt und der „honigsĂĽĂźe Durchfluss“ 1675 von Thomas Willis beschrieben wurde, gibt es erst seit 1983 eine gesonderte Schulung zum Diabetesberater oder zum Diabetesassistenten. Neben den Toten Hosen ist DĂĽsseldorf also auch die Heimat dieser Berufsgruppe. Prof. Kulzer stellt da, dass jährlich in Deutschland etwa 200 Diabetesberater und 200 Diabetesassistenten ausgebildet werden. Dies sei im internationalen Vergleich sehr gut, zur optimalen Behandlung der ĂĽber 6 Mio. Betroffenen in Deutschland allerdings noch zu wenig. Interessant zu erfahren war, dass bei der Diagnose Diabetes mellitus Typ 1 eine Schulung Pflicht ist, während sie bei Typ 2 nur durchgefĂĽhrt werden sollte. Weiterlesen

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Diabetes-Lauf 2017 – Dabei sein ist alles!

„Läufst du dieses Jahr wieder mit, ja – ODER!“, „Wir laufen wieder zusammen!“, „Schön, dass Sie wieder dabei sein werden!“, voller guter Trainingsvorsätze hatte ich zu Jahresanfang enthusiastisch genickt, wenn es um die Teilnahme am Diabetes-Lauf ging. Die Wochen gingen ins Land – ich hatte kaum trainiert – aus den Wochen wurden Monate, mein Enthusiasmus sank, mein schlechtes Gewissen wuchs. Kurz: Ich ging „etwas“ untertrainiert an den Start. Kneifen wollte ich jedoch nicht bei der wunderschönen Laufstrecke durch „Planten un Blomen“, dem traumhaften Wetter und dem tollen „Spirit“ der vielen Starter.

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Die Pneumokokkenpneumonie – eine Risikoerkrankung bei erhöhtem Blutzuckerspiegel?!

25. Mai 2017, kurz vor 11 Uhr im Sitzungssaal „Pfeiffer“, Halle A1. Prof. H. Becker aus Hamburg beginnt seinen Vortrag zum Thema „Ambulant erworbene Pneumonie bei Diabetes“ mit einem Fallbeispiel, das aufhorchen lässt…

Fallbeispiel
Eine junge Dame (jung für das sonstige Patientenklientel einer internistischen Abteilung), bei der seit Kurzem ein Diabetes mellitus Typ 2 bekannt ist, stellt sich mit einer Verschlechterung des Allgemeinzustands und hohem Fieber in der Notaufnahme vor. Ein durchgeführtes Thoraxröntgen zeigt schnell eine Pneumonie, der klinische Verlauf ist jedoch unerwartet dramatisch. Es kommt zu einer weiteren Zustandsverschlechterung. Die Patientin wird auf die Intensivstation verbracht, künstlich beatmet und kann schließlich unter einer breiten antibiotischen Therapie sowie Volumen- und Katecholamingabe langsam stabilisiert werden. Nach weiteren Komplikationen (unter anderem eine Herpes Simplex-Pneumonie, eine Kathetersepsis und eine Critical Illness-Polyneuropathie) kann die Patientin nach 57 Tagen in der Klinik in eine Rehabilitationseinrichung verlegt werden.

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Katja, Deutscher Meister und der Basalratengott

FrĂĽh am Morgen voll ins Programm starten – das war der Plan. Einfacher gesagt, als getan. Als ich um kurz vor 8 Uhr am Donnerstag vor dem Raum „Winterhude“ stand, um mir das Symposium zum Thema „Sport und Extremsituationen“ anzuhören, tummelten sich dort schon einige andere Kongressbesucher. „Einlass nur mit Anmeldung“ hieĂź es, huch, wo hatten ich und all die anderen das denn ĂĽberlesen? Nachdem ich doch einen Sitzplatz ergattert hatte, startete das Symposium mit etwa zwanzig Minuten Verspätung. Aber das Warten hatte sich gelohnt. Herr Dr. Behrens eröffnete die Vortragsrunde mit einigen theoretischen Grundlagen. Frau Dr. Becker erzählte daraufhin von ihrer Patientin Katja und wie diese sich mit einem langjährigen Typ-1-Diabetes unter Pumpentherapie auf einen Strongman-Run vorbereitete und diesen erfolgreich absolvierte. Danach referierte der Deutsche Meister im Bodybuilding aus erster Hand darĂĽber, wie sich Leistungssport und T1D, zwar nicht einfach so, aber mit der entsprechenden Motivation, gut kombinieren lassen. Dieses wirklich interessante und praxisnahe Symposium schloss Herr MĂĽller, von seinen Kollegen liebevoll „der Basalratengott“ genannt, mit hilfreichen Tipps zu der passenden Basalrate rund um den Sport. Trotz einiger Minuten Verspätung ein wirklich gelungener Start in den Tag.

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Das Schlusswort bereits zu Beginn?!

Schon bei der Begrüßung der 154 Stipendiaten durch Frau A. Schürmann zum diesjährigen Diabetes Kongress wird schnell klar: diesen medizinisch und naturwissenschaftlich engagierten Nachwuchs sollte man fördern; denn wie erreicht man die Patienten von morgen besser als durch die Ärzte von morgen?
Jährlich kommen eine halbe Million neudiagnostizierte Diabetiker in Deutschland zu den bereits Erkrankten hinzu und der Apell ist eindeutig: „Man muss agieren, um kĂĽnftig eine optimierte Therapie gewährleisten zu können.“

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150 Stipendiaten auf dem Diabetes Kongress

Zweimal im Jahr vergibt die DDG Reisestipendien zum Diabetes Kongress und zur Diabetes Herbsttagung. Anlässlich des Diabetes Kongress 2017 hat die DDG insgesamt 150 Reisestipendien an den diabetologischen Nachwuchs vergeben. Bewerben konnten sich Medizinstudenten, Psychologiestudenten mit diabetesbezogenem Schwerpunkt und Assistenzärzte bis 35 Jahre. Das Stipendium beträgt einmalig 400 Euro und beinhaltet den freien Eintritt zum Kongress.

Auch der DDG Blog profitiert wieder von den vielen Stipendiaten, denn viele von ihnen werden in den nächsten Tagen bloggen und so ihre Eindrücke und Erlebnisse der Tagung mit Kollegen teilen. Wir freuen uns auf zahlreiche spannende Blog-Beiträge und wünschen allen Stipendiaten eine interessante Zeit auf dem Diabetes Kongress 2017. Weiterlesen

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Neues vom Diabetes Kongress: „Closed Loop“-System bald auch in Deutschland verfügbar

Tägliches Blutzuckermessen und Insulinspritzen – das soll bald ein Ende haben, denn voraussichtlich im Jahr 2018 werden „Closed Loop“-Systeme in Deutschland verfügbar sein. Ein „Closed Loop“-System („geschlossener Kreis“) vernetzt eine Insulinpumpe mit einem Sensor zur kontinuierlichen Glukosemessung im Unterhautfettgewebe, einem Blutzuckermessgerät zur Kalibrierung des Sensors sowie einem Computerprogramm, das die automatische Steuerung der Insulinpumpe übernimmt. Alle Geräte kommunizieren drahtlos miteinander. Weiterlesen

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